Mittwoch, 17. August 2011

Der Alexander

Alexander Ulrich trifft DGB-Chef Michael Sommer

Gemeinsam mit rund 50 Betriebsräten, gewerkschaftlichen Vertrauensleuten und Mitgliedern aus dem Bereich der IG-Metall traf der Bundestagsabgeordnete der Fraktion DIE LINKE. Alexander Ulrich DGB-Chef Michael Sommer. Neben der aktuellen Finanz- und Eurokrise wurden die Themen Mindestlohn, Rente 67 und Leiharbeit diskutiert. Dabei gab es viele gemeinsame Standpunkte. So bekräftigt auch Michael Sommer die Forderungen der LINKEN nach einem gesetzlichen Mindestlohn, nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit und nach Abschaffung von prekären Beschäftigungsverhältnissen.

Michael Sommer unterstützt auch die Forderung nach der Einführung von Euro-Bonds und ist ebenso der Auffassung, dass mit der Einführung einer Finanztransaktionssteuer die Krisenlasten von denjenigen bezahlt werden, die die Krise verursacht haben. Nach zwei Stunden intensiver Diskussion konnte festgestellt werden, dass wenn es um gute Arbeit, gute Löhne, eine gerechte Gesellschaft und um ein soziales Europa geht, DIE LINKE. und Gewerkschaften an einem Strang ziehen. Michael Sommer wirbt dafür, immer wieder aufs Neue die Frage nach der Verteilung zu stellen. Ob bei Löhnen, Gehältern, Arbeitszeiten oder auch bei Steuern liege hier der Schlüssel zu mehr sozialer Gerechtigkeit.
(Alexander Ulrich, MdB, Die Linke)

Rundmail an die Parteimitglieder. Meine Antwort:

Hallo Alexander,

meinst Du nicht, dass diese mail und der mitschwingende Jubelgesang eine Verhöhnung aller ernsthaft Betroffenen hier im Land ist?
Ich weiß es.
Wenn die Gewerkschaften, die wahren Ideale Der Linken unterstützen würden, würden sie dies öffentlich und medienwirksam tun. Wenn die Ge-
werkschaften wirklich im Interesse der Arbeitnehmer/Innen handeln würden, hätten sie das bereits in den 80-iger Jahren beginnen müssen und die begründete
Forderung nach sowohl generellem als auch politischem Streik laut kundtun müssen.
Wenn die Gewerkschaften, und hier der von Dir so hervorgehobene Sommer, bereits nicht selbst im System der Macht- und Gekdgier gefangen
wären, würden sie nicht lediglich dafür "werben", "immer wieder aufs Neue die Frage nach der Verteilung zu stellen.", sondern sie hätten längst gehandelt.

Wie kannst Du also werben für eine Macht, die nicht mehr vorhanden ist? Sind Deine Ideale die eines Michael Sommer?

Bitte verschon mich mit weiteren Oldslettern Deinerseits.

Mit sozialistischen Grüßen

(Rainer, Parteimitglied, kleiner Angestellter)

1 Kommentare:

  1. Sommer? War das nicht der mit dem heißen Herbst, der so heiß war, das uns mitten im Winter bereits das Streusalz ausging? ;-)).
    Gute Mail, aber eigentlich noch viel zu milde formuliert.
    Die Gewerkschaften haben, wie die Sozialdemokraten, die Kumpanei der Konfrontation vorgezogen und viel mehr als etwas Rote-Fahnen-Folklore und große Reden zum ersten Mai ist nicht mehr von ihnen übrig.

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