Es herrscht ein elemtares Ungleichgewicht zwischen den neoliberalen Halbtoten, die auf -und nur auf- Kosten der Allgemeinheit nicht anderes als ihren Geld- und Machterhalt und -steigerung betreiben und jenen, die mit viel Aufwand und Geist gegen diesen menschlichen Ausverkauf angehen.
Wenn die "Bauchrednerpuppe der Industrie" (Hagen Rether) Westerwelle ohne jeden Nachweis, selbst bar jedes logischen Zusammenhangs behauptet, die Masse der Hartz IV-Empfänger sei "dekadent" und "habe kein Recht auf Faulheit" so tut er dies in Abwesenheit jeglicher geistigen Anstrengung. Er tut es mit dem simplen Ziel vor Augen der Industrie möglichst billige und rechtlose Arbeitskräfte zu zuschustern.
Aber kaum ist es ausgesprochen stürzen sich eine Menge von Bloggern und die noch verbliebenen kritischen Medien darauf und versuchen mit langen, geistig tiefgreifenden Essays und Artikeln diesen Schwachsinn zu widerlegen. Komplizierte Theorien psychologischer, soziologischer, politischer und wirtschaftlicher Literatur werden bemüht, Bücher gewälzt, Medien studiert um mühselig eine möglichst hieb- und stichfeste Argumentation gegen eine höchst simplifizierende, grundsätzlich unbewiesene und nur dem eigenen oder der eigenen Klientel zum Vorteil gereichende Aussage zu entwickeln.
Als müsse die Intelligenz der Dummheit erklären, warum sie, die Intelligenz, nicht dumm ist, oder der Humanismus den reinen Kapitalinteressen was an ihm, dem Humanismus, human ist. Das kann nicht funktionieren. Die unterschiedlichen Fähigkeiten des Verständnisses sind diametral.
Weil nähmlich ein Westerwelle, eine Merkel, ein Schäuble oder wie auch immer die harmonisierte und nivellierte Politikerbrut heißen möge, eine andere Sicht der Dinge als die eigene gar nicht sehen kann und will. Warum soll ein Clemet oder ein Schröder Lafontaine - ein begnadeter Redner- auch nur mit einer Silbe Recht geben? Das würde ja bedeuten, dass eigene Lügengebäude und damit die eigenen Pfründe zur Disposition zu stellen und da der Lebenssinn und -zweck dieser Kreaturen sich im Erhalt ihrer Vorteile erschöpft, käme diese Disposition einer Sinnfrage gleich - undenkbar.
Aber wenn das so ist, welchen Sinn machen dann noch so intelligente und in der Sache richtige Worte?
Montag, 4. Oktober 2010
Bitte nicht jedes Jahr!
Bitte beleidigt nur alle 10 Jahre meinen Verstand und meine Gefühle mit eurem verlogenen und arrogantem Geschwafel. Da bellt ein Gauck was von Verantwortung der Ärmsten und der grundsätzlichen Faulheit der Arbeitslosen. Er redet sich mit dem angeblichen Migranten-schmarotzertum Schaum vor's Maul und findet sich grandios demokratisch dabei. Das Härteste ist aber, wenn dieses kranke Hirn Arbeitslose mit Diktatoren vergleicht. Das der Kerl ein gefährlicher Psychopath ist, kann man bei dieser Rede bereits festellen; auch wie krank und verlogen SPD und Grüne sind.
Aber das sind leuchtende Abbilder unser politischen Unkultur, mögliche Präsidenten gar.
Aber das sind leuchtende Abbilder unser politischen Unkultur, mögliche Präsidenten gar.
Die Hure Demokratie
So muss sich eine mißhandelte Hure fühlen: gedemütigt, schmutzig und erniedrigt. So fühlt sich wohl auch die Demokratie in Deutschland, wenn solche lupenreine Demokraten wie beispielsweise Grube, sagen, demokratische Prozesse erschöpfen sich in Wahlen; alles darüber Hinausgehende sei rechtswidrig. Oder die FDJ-Demokratin Merkel, und auch Mappus, ein Vorzeigedemokrat wie hier zu erfahren ist, der dann auch ganz demokratisch auf Teenager und Rentner einprügeln lässt.
Sie alle vergewaltigen die Demokratie, schlagen sie, spucken sie an und das Allerschlimmste: sie lachen sie hämisch aus in ihrer Not.
Sie alle vergewaltigen die Demokratie, schlagen sie, spucken sie an und das Allerschlimmste: sie lachen sie hämisch aus in ihrer Not.
Eine Rede, eine Rede!
Gleich mehrmals hab' ich sie mir durchgelesen, diese Rede von Wulff. Das kann der sich doch nicht ausgedacht haben, aber was er beschreibt ist das Paradies in Reinform. Friede, soziale Gerechtigkeit, Demokratie, alles, alles kommt darin vor. "Wir sind das Volk", leitmotivistisch wiederholt Wulff das immer wieder.
Und dann fällt mir ein, wie diese Rede zustande gekommen sein muss: diese Rede beschreibt exakt das Gegenteil dessen, was hier in Deutschland ("einig Vaterland") politische, soziale und demokratische Realität ist.
Und dann fällt mir ein, wie diese Rede zustande gekommen sein muss: diese Rede beschreibt exakt das Gegenteil dessen, was hier in Deutschland ("einig Vaterland") politische, soziale und demokratische Realität ist.
Mittwoch, 29. September 2010
L’État c’est moi
Von wem die Merkel ihr Demokratieverständnis hat, erschließt sich mir nicht. Es muss was zwischen Ludwig XIV und Stalin sein.
In einer Zeit, in der sich Regierung und auch Großteile der Oppsition nicht nur vom Volk, sondern auch von grundlegenden demokratischen Regeln entfernt haben zu behaupten, eine Landtagswahl sei Volksentscheid genug ist schon keine Chuzpe mehr.
Es ist dies das Selbstverständnis eines beginnenden totalitären Systems.
In einer Zeit, in der sich Regierung und auch Großteile der Oppsition nicht nur vom Volk, sondern auch von grundlegenden demokratischen Regeln entfernt haben zu behaupten, eine Landtagswahl sei Volksentscheid genug ist schon keine Chuzpe mehr.
Es ist dies das Selbstverständnis eines beginnenden totalitären Systems.
Abonnieren
Posts (Atom)