Samstag, 4. Juli 2009

Sie führen Krieg

Sie führen Krieg, Bürgerkrieg, wenn man so will, aber in jedem Fall einen Krieg gegen die Bürger der "Bundesrepublik Deutschland". Schäuble führt ihn ganz offen, ohne jegliche Skrupel und ohne Hemmungen projeziert er seine eigenen seelischen Abgründe, seine Ängste und Wahnvorstellungen auf jeden beliebigen von uns; lässt seinem Kontrollwahn unkontrollierten Lauf und leckt sich sein blutiges Maul wenn er mal wieder ein Gesetz gerissen hat, welches einer Demokratie würdig war. Krieg.
Schröder, ja der Kanzler der Bosse: er hat alles, aber auch alles gegen die getan, die er eigentlich, von Stand seiner Partei her, hätte schützen müssen. Er schuf Steuerbefreiungen für Unternehmen derart exzessiv, dass selbst Wedekind ihn zu bremsen suchte. Er schuf die "Agenda 2010" , nichts anderes, als eine gigantische Umverteilungsmaschine von unten nach oben. Auch hier: Krieg.
Nun "haben" "wir" eine Systemkrise in der Unmengen Geld sich quasi in Luft auflösen, verursacht durch die Gier der Ackermänner, Schäfflers, Porsches....und sie erklären dem arbeitenden Volk, dass es zahlen soll in Form von Lohnsenkungen und der Erhöhung von Massensteuern: Wieder: Krieg.
Sie führen Krieg gegen das eigene Volk, nur, das es für sie kein Krieg ist : ein Krieg hat Tote auf beiden Seiten: aber in diesem stirbt nur das Volk.

Sehenswert

http://www.youtube.com/wwwNACHDENKSEITENde#play/favorites/32/Jknol0oMYmI

Besonders die Sendung über die Rentenproblematik ist sehr interessant.

Freitag, 3. Juli 2009

Sterben im Hindukusch

Sie waren natürlich alle da, gestern in Bad Salzungen: die Mütter, die Väter, die Geschwister und Anverwandten. Die Freundinnen und Freunde auch. Alle beweinten den Tod der drei Soldaten, die am 23. Juni im Kampfeinsatz starben. Es war ein Kampfeinsatz, auch wenn dieser verdammte Panzer einfach in einen Fluss gekippt ist und die drei Kiddies dabei ersoffen sind: es war ein Kampfeinsatz.
Auch dabei waren der Generalinspekteur der Bundeswehr Wolfgang Schneiderhahn, welcher sich offenbar in wohltuendes Schweigen hüllte, aber auch und selbstredend ein Mann, der sich mit "unbeflecktem Sterben" trefflich auskennt: Dieter Althaus. Die Mutter und Ehefrau starb ja auch nur, weil sie zur falschen Zeit am falschen Ort war; Althaus tötete unbefleckt.
Und natürlich Jung, Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung, der das Blut dieser Jugendlichen dazu hernimmt, noch mehr Blut Jugendlicher zu vergießen zu wollen und dabei an den martialischen Fatalismus aller Kriege erinnert wenn er von sich gibt: Er( der "Verlust"- sprich der Tod der Jungs) führt uns deutlich vor Augen, welch hohen Preis wir zahlen, damit wir in Deutschland in Frieden und Freiheit leben können." Und er fordert ein Mehr davon.
Es ist "die Freiheit, die am Hindukusch verteidigt" wird, so der Blutgenosse Struck, die diese Jungs hat sterben lassen; aber welche Freiheit meint er? Seine? Die von seinem Götzen Schröder - oder doch vielleicht Putin? Bush? Sicher aber meint er nicht seine: dieser Mensch weiß nicht, was Freisein bedeutet; und ganz sicher nicht die der Toten und derer, die um sie trauern.
Was suchen wir in Afghanistan? unsere Demokratie? Unsere Freiheit? Oder gar unsere "Neue soziale Marktwirtschaft"?
Warum führt ein Land Krieg, von dessen Boden Nie mehr ein Krieg ausgehen sollte?
Ist dies Dein und mein Land?
„Wir Deutschen sind mehrheitlich zu gutgläubig, um auch nur zu ahnen, was man mit uns treibt!“

Werner Nixdorf

Donnerstag, 2. Juli 2009

Der Oberweise

Da wir nun endlich wissen, wen Köhler meinte, als er davon sprach, dass wir alle die Verantwortung für diese Krise übernehmen müssen, wagen sich die ersten Parasiten nach vorne: Zimmermann, der Chef des DIW, Oettiger, der rechte Populist und nun auch der "Oberweise" Wolfgang Wiegard. Sie alle kennen das Mittel die Schulden zu bezahlen die nichts anderes sind als die Gewinne einer Finanzmafia: Mehrwertsteuer heißt das Zauberwort und Lohn(neben)kosten.
http://www.stern.de/politik/deutschland/:Bundestagswahlkampf-Ohne-Steuererh%F6hungen/704989.html
Aber auf eine Anpassung der in den letzen Jahren stets gesunkenen Unternehmenssteuern, die abgeschaffte Vermögenssteuer, die nicht mehr existierende Börsenumsatzsteuer angeprochen weiß unser windiger Oberschmarotzer nur zu sagen, dass das nichts bränge oder das Kapital zu sehr "diskriminiert" würde. Ha, das Kapital wird "diskriminiert"! Was ist mit den Armen, den Kindern ohne Ausbildung, mit denen, die trotz Arbeit nicht genug zum Leben haben? Aber die scheren unseren "Weisen" nicht, da dessen "Weisheit" sich im Bückling vor den Mohns und Hundts und Ackermanns erschöpft.
Das die steten Steuersenkungen auf Kapital und Unternehmensgewinne der letzten 20 Jahre die Handlungsfähigkeit dieses Staates zunehmend eingeschränkt haben und jede Anhebung der Umsatzsteuer zusätzliche Gewinne in die Unternehmen spült ( wie z.B. bei der jetzigen Senkung der Krankenkassenbeiträge: diese 0,6% werden aus Steuermitteln den Kassen wieder zugeführt) weiß auch Wiegard, aber er geht unbeirrbar den Weg des kriecherischen Kapitaldieners auf Kosten der Allgemeinheit.
Der "Oberweise" : vielleicht gekauft, vielleicht auch nicht aber eines ganz sicher: blind und charackterlos.