Montag, 18. April 2011

Projekt Mensch

Da läuft gerade eine Sendung auf den hoch zu lobenden ARD, nennt sich "Projekt Panda" und beschreibt, wie asiatische Wissenschaftler diese fast ausgerottete Art zum Ficken zwingen wollen:

In einer metallenen, mit Gitterstäben versehenen, jeder ihrer natürlichen Umgebung widersprechenden Umgebung sollen diese Wesen Nachwuchs zeugen. Glotzende Japaner hinter Glasscheiben - oh, das könnten genauso gut glotzende Amis oder Deutsche sein; Dummheit kennt keine Nation - aber die Viecher wollen nicht. Sie wollen keinen Sado-Maso-Fick in Gefangenschaft, sind intelligenter als die, die sie fast ausgelöscht haben von diesem Planeten und verweigern die Fortpflanzung - beißen sich statt dessen lieber blutig. Und der Kommentator meint auch noch lapidar, das dies in der freien Natur nie ein Problem sei; das Ficken der Pandabären.

Und was macht der -hier- asiatische Mensch? Er befruchtet das Weibchen zwangsweise per Spritze. Super! 6 Milliarden gestörte Menschen und 2000 gestörte Pandas. Passt nicht, aber so wird's kommen, oder?

Freitag, 15. April 2011

Politikhure Merkel

So hab ich sie heute genannt, in der Firma. Da sind aber gleich zwei über mich hergefallen: mein gutverdienderneder Referent und meine gutverdienende Kollegin. Der eine kam mit der DDR, was für totalitäre Zustände dort geherrscht hätten und warum ich sowas ("die Linken") wieder restaurieren wollten und überhaupt seien 50% der Hartz4-Empfänger Betrüger, hätte er auf ARD oder ZDF gehört. Und meine Kollegin meinte doch glatt: "geh doch rüber nach Frankreich demonstrieren, wir schalten ja schon AKWs ab". Jo, das hatten wir schon, in den 80-igern: ""Geh doch rüber in die Sowjetunion, Kommunist!"

Das Problem ist, das diese satten Kreaturen Sattheit allüberall unterstellen. Sogar der chinesische Wanderarbeiter, der im Käfig leben muss, ist ja für "seine Verhältnisse zufrieden" und wie dann erst recht das deutsche Hartz4-Kind.

Wie krank ist diese Gesellschaft mittlerweile schon?


Dienstag, 29. März 2011

a little bit tired

bin ich schon eine Weile. Müde, wenn ich die ewige Show sehe, die abgezogen wird von den "Mächtigen", die immer gleichen Lügen, die immer gleichen Stereotypen - Arno Dübel hockt wichsend im Hartz $-Wohnzimmer - das immer gleiche rumgeeiere wenn's um Konkretes geht. Ich bis es ziemlich leid und bewundere die, die tagtäglich diesem Irrsinn ein Wort, ja, eine Sprache geben.

Aber richtig steinlastig fühle ich mich, wenn ich bedenke, das hier in Rheinland Pfalz ca 10% direkte Hartz4-Empfänger sind und ungefähr 15% im Dunstkreis von Hartz4 leben, Julia Klöckner die CDU auf fast 35% hochhieven kann und Die Linke irgendwo im parlamentarischem Dreck rumkrebst.

Ach Scheiße, macht doch, was ihr wollt. Die literarischen Selbstläufer, deren Texte immer gut sind, die Bombenwerfer, deren Aktionen kurz gut sind, die Mitläufer, die ihren Arsch überall hinhalten und solche Deppen wie ich, die glauben, wenn sie reden, diskutieren, argumentieren und Fahnen schwenken ändere sich was. Narr, der ich bin! Nichts lockt einen verwüsteten Hartz4-ler, eine kaputte Alleinerziehende hinterm Ofen vor. Und Nichts einen selbstverliebten, selbstgerechten und vom Leben abgelösten Linken; einer, der es doch besser wissen sollte.

Und da findet die Armut ihre Gemeinsamkeit mit der Macht: lass' alles, wie es ist. Hier Gier, da Lethargie; so einfach ist das wohl.

Einer meiner Söhne weint und ich weiß, diese Tränen sind wichtiger als alles andere.

Dienstag, 15. März 2011

Zynismus

Es ist schon ein starkes Stück, wie die schwarz-gelben Protagonisten des Atomstromes nun, angesichts des unfassbaren Elends in Japan eine sanfte Vollbremsung in Sachen Laufzeitverlängerung versuchen. Von "Moratorium" ist die Rede, was nichts anderes bedeutet, als die Verzögerung der Laufzeitverlängerung, nicht deren Stopp. Alte Meiler sollen vom Netz, aber nicht endgültig, so Mappus; wohl wissend, dass die Betreiber diese Altanlagen niemals entsprechend nachrüsten werden. Dies widerspräche dem "Shareholder-Value".
Ich finde das Verhalten von Frau Merkel und Herrn Röttgen, der als zuständiger Minister zu dem 5-Uhr-Deal Merkels mit den Atommanagern geschwiegen hat, mehr als verlogen: es sit zynisch angesichts der Opfer und zynisch angesichts der hier lebenden Menschen. Und es macht klar, welche Prioritäten diese Regierung setzt. Profit und Partikularinteressen vor dem Gemeinwohl.

Maschmeyer, Riester & Co

in der Presse war kürzlich zu lesen, das Carsten Maschmeyer, der frühere AWD-Chef einen Betrag von 1 Millionen Euroch dem früheren Kanzler Schröder für dessen Memoiren gezahlt hat. Maschmeyer bezeichnet dies als "normalen geschäftlichem Vorgang und keine Gefälligkeit", Schröder gibt vor, diese Zahlung sei eine rein "private Angelegenheit" und ginge dehalb die Öffentlichkeit nicht an.
Beide Aussagen sind mehr als zweifelhaft.
Bereits 1998 leistete Maschmeyer in Form einer 650.000 DM teueren Werbekampagne im niedersächsischen Wahlkampf Schröder wertvolle Hilfe. Und dies, obwohl er Schröder nach eigenem Bekunden erst 2002 kennen lernte. 2004 wird Schröder in einem Auftritt vor Versicherungsvertretern des privaten, rein profitorientierten AWD mit folgenden Worten zitiert: “Sie als AWD-Mitarbeiter erfüllen eine staatsersetzende Funktion. Sichern Sie die Rente Ihrer Mandanten, denn der Staat kann es nicht.” Die Rede war damals von der sog. "Riester-Rente", 2002 eingefüht von der Rot-Grünen Regierung und - wie Sie im gleichen Artikel konstatieren, von Anfag an äußerst lukrativ für Banken und Versicherungen.
An dieser Stelle sind weniger die zweifelhaften Machenschaften des ehemaligen AWD, der durch falsche, weil rein gewinnorientierte Beratung tausende Kleinanleger in den Ruin trieb das Thema, sondern vielmehr die demokratieschädigende Nähe und Vernetzung des Carsten Maschmeyer zu der Politikelite dieses Landes und wie sehr Geld hier eine Rolle spielt.
Walter Riester beispielsweise kassierte noch in seiner Zeit als Abgeordneter im Auftrag vor allem des AWD mehr als 250.000 Euro als Redner in Sachen Riester-Rente vor den Versicherungsvertretern diverser Konzerne. Heute ist er im Aufsichtsrat des größten Anbieters von Riester-Fondssparplänen, der Union Investment.
Der ehemalige Wirtschaftsweise und Berater der Regierung zu Fragen der privaten Altersvorsorge Rürup gründete 2010 mit Maschmeyer die Maschmeyer-Rürup AG. Ein Schwerpunkt: private Altersvorsorge.
Auch der Herr Raffelhüschen, seines Zeichens von Steuergeldern finanzierter Professor an der Universität Freiburg, tritt in der Öffentlichkeit als Lobbyist der Versicherungsindustrie auf in dem er voller Begeisterung feststellt, dass der "Nachhaltigkeitsfaktor und die modifizierte Bruttolohnanpassung"... "im Grunde genommen nichts anderes sind als die größte Rentenkürzung, die es in Deutschland jemals gegeben hat."
Es ist diese politische Omnipotenz eines Carsten Maschmeyer besonders im Bereich der - staatlich geförderten - privaten Altersvorsorge, die mehr als stutzig macht. Er ist der persönliche, ganz nahe stehende Freund der Protagonisten eines Systems, an dem er selbst, Maschmeyer, Millionen verdient und Millionen durch explodierende Kosten und sinkende Renditerwartungen ihr mühsam Erspartes schwinden sehen.
Und wenn ich dann in diversen Tageszeitungen lesen muss, dass 'An Riester kaum ein Weg vorbei führt' und hier mit "Forderquoten" von über 200% (!) jongliert wird und entsprechende Renditeerwartungen suggeriert werden, so ist das für mich die leider immer öfter anzutreffende Art von unkritischer und zumindest sorglos recherchierter Berichterstattung.