Mittwoch, 22. Dezember 2010

Nicht ohne

Es geht nicht ohne. Vielleicht war das früher mal der Fall, dass es ohne ging. Zu Zeiten, in denen noch sowas wie "faire Abhängigkeit" zwischen Tarifparteien bestand. Zu Zeiten, in denen Kinder vielleicht pädagogisch nicht besser, aber dennoch gewollt und bewusst behandelt wurden. Zu Zeiten, in denen eine Arbeit, eine Arbeit, eine Arbeit war. Eine, die ausreichte, die Familie zu ernähren, eine, die ohne Angst jeden morgen um sieben angetreten wurde. Eine Zeit, die schwierig war aber uns hoffen ließ, das unsere Kinder durch Bildung ein kleines Stück weiter kommen - nicht nur materiell, sondern vor allem intellektuell, sozial - menschich. Eine Zeit, die begriffen hat, dass nicht nur der Raubbau an den eigenen Kindern und Alten sondern auch die Ausbeutung Afrikas ungeheuren Hass schürt. Eine Zeit, die den Arbeitslosen als Opfer und den Arbeitsscheuen als geringen - weil unwichtigen - Makel ansieht wäre eine Zeit ohne Zorn. Aber diese Zeiten haben wir nicht.

Es ist Zeit für den Zorn. Kein aalglattes Gerede, intellektuelle Rhetorik oder erbsenzählende Spitzfindigkeit: selbst die Handlanger der Mächtigen in diesen Landen lachen über das, was wir "Volk", sie aber "Abschaum, notwendiger" nennen.

Wir haben im Moment nur ein erstrebsames Mittel: der politische Streik. Ihre perversen Absichten und Ziele sind von unserer Willfährigkeit abhängig. Nicht "Wir sind das Volk" , das ist das Gift, was viele von uns gefressen haben; sondern "Wir sind die Sklaven!" - dieses Bewusstsein gilt es zu schaffen.

Aber ohne Zorn geht das nicht - wirklich.


Guck mal, geht doch!

Die beiden haben sich was gedacht, weil anders eine Koexistenz auf derart engem Raum nicht möglich ist:


Es ist ein tolles Foto aus der Stadt, in der ich lebe.

Dienstag, 21. Dezember 2010

mal gebrochen

Brechen wir doch mal herunter; so heißt das doch, Unwesentliches auf seine Kern zu reduzieren; gewissermassen Einkochen der Soße um den wesentlichen Geschmack zu bekommen - die Essenz so zu sagen. Und warum fällt mir gerade jetzt der Josef ein? Nein, nein, nicht Adolf, Josef!

Keine Ahnung, aber der reduziert. Die Lebensmittel für die Kinder in Angola oder Nigeria zum Beispiel. Das sieht dann so aus:


Und warum macht er das? Hat er was gegen gegen dieses Kind? Nein. Viel schlimmer. Dieses Kind ist ihm scheissegal. Immer dann, wenn solche Arschlöcher wie er auf Lebensmittel wetten lassen, finden die "Märkte" das verdammt gut. Weil dann Menschen verrecken und das die Preise treibt. Funktioniert auch gut bei Baumwolle, Frauen, Kindern und Organen.

Und wenn ich dann zur "Mäßigung" in der Wahl meiner Worte und meines Tones aufgefordert werde, könnte ich platzen vor Wut. Mäßigt sich ein Ackermann? Nein.

Drecksäcke ohne Maß, ohne jede Regel, allein ihren pervertierten Trieben gehorchend verlangen von mir Maß? Ihr könnt mich mal!


Ne, ich will nicht

Nein, ich mag keine "mary christmas" wollen oder wünschen; wollt ich eigentlich noch nie weil ich's immer zu aufgesetzt, zu kommerziell fand und finde - wie wohl einige meiner Zeitgenossen.

Nun gut, ein wenig meiner Jungs zuliebe.......aber ansonsten kommt mir ob dieser abscheulichen Heuchelei jedes Jahr immer heftiger das Kotzen. Immer heftiger, weil immer heftiger gelogen und gehetzt wird, weil immer heftiger von oben nach unten getreten wird, weil immer heftiger die wirklich Reichen und Mächtigen uns verlachen und verspotten, weil immer heftiger die Politik und die Parteien zu einer Jauchegrube persönlicher oder parteigesteuerter Interessen verkommen, weil immer häufiger dieser denkfaule und bequeme plebs genau die Rolle spielt, die ihm die Herrschenden zugedacht haben.

Oh ja, kotzen könnt ich in die 1000€-Grippe, die sich die von der Leyen aufstellt und vor der sie singt mit ihrer hochgezüchteten Brut. Kotzen möcht ich aber auch vor all dem Pack, was betroffen ist, aber seinen Arsch nicht bewegt und damit -genau damit - einem Sarrzin, Westerwelle, Leyen Recht gibt!

Manchmal denk' ich, die meisten sind trotz der Erfindung des Buchdrucks und aller nachfolgenden Technik nie über den Zustand eines "beschütze und versorge mich" hinausgekommen.

Es fehlt mir der Disput, die Widerrede, der Angriff. Deshalb schreibe ich so wenig zur Zeit. Was soll ich langweiligerweise Gleiches mit Gleichen austauschen, wenn nicht ein weiteres Ziel sichtbar ist?

Welches Ziel? Ein gleiches, ein gleiches, was ihnen immer Angst machte und macht: politischer Streik PUNKT

Was ist das für eine Welt, in der linke Politiker über die Option des Hungerns reden? Das sind keine "linken" Politiker, das sind die Verbrecher Schröder, Riester und Clement in Reinkultur.

Hungern ist keine Option! Auch dann nicht, wenn Ackermann & Co ihre "Rendite" durch jedes hungerverreckte Kind um ein Zehntel steigen sieht; weil die Tagesspekulation auf Mais oder Baumwolle diesen Schweinen mal gerade den neuesten Porsche finanziert.

Die Gegenbewegung gegen die korrupte politische Kaste ist "alternativlos", das wissen alle, die einen wachen Blick haben und es gibt derzeit nur einen -gewaltfreien - Weg: der Politische Streik.

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Es gibt keinen Rabatt auf Unmenschlickeit versteckt hinter menschlichen Schwächen.

Wenn ich mir solche Diskussionen antun muss, weiß ich, warum ich Abstand gewinne. Abstand, der Gift für die gemeinsame Sache ist, Abstand, der auch den kleinen Teil, den jeder tun kann, verhindert. Gottes Lob und das der Maria hinzu und das von Mao und Marx für all jene, die in stoiischer Ruhe jeden Tag ihre Artikel veröffentlichen.

Warum, in wessen Namen auch immer, gibt es keine gemeinsame Linie unter so vielen, tollen und auch intelligenten Bloggern?

Brödelt denn jede/r so vor sich hin? Oder lauert jede/r auf ne gescheite PR ala Stefanie? 

Geht in diesem Land noch irgendwas gemeinsam, auch wenn es nicht um die Kohle oder den eigenen Vorteil geht?




Freitag, 19. November 2010

Blindgänger

Ein Dummy, eine Attrappe wird da testweise in Umlauf gebracht. Von wem und warum: unbekannt. Irgendwer will halt irgendwas ausprobieren. Genial. Und unsere super informierten Politiker geben Terrorwarnungen von sich auf die die einheitsgrau unifomierte Presse hierzulande sich stürzt wie eine ausgehungerte Töle. Und das Geschrei, was sie dabei von sich gibt würde ich, wollte ich denn Bomben legen, regelrecht als Bitte, als Aufforderung empfinden, es doch endlich zu tun.
Und einige politische Bombenleger sehn den nicht vorhandenen Sprengsatz als gute Gelegenheit an, um mal wieder nach schärferen Gesetzen zu schreien. Aber vor allem: die experimentellen Schäden Verunsicherung und Angst beim Bürger bleiben bestehen auch wenn's heißt: 'Guck Guck, angeschmiert, alles gar nicht wahr!' Man muss kein Terrorismusexperte sein um zu wissen, dass neben den physikalischen Bomben die psychologische Bombe - Angst - genauso wirksam ist.
Und dann frage ich mich ernsthaft wer hier terroristisch ist: Taliban oder Al Qaida deren größter Sprengsatz hier vielleicht ein Faschingsböller war oder die politischen Hetzer die ihr eigenes Volk in Verunsicherung und Angst bringen.

Donnerstag, 18. November 2010

Sexbomb

Irgendwas von fehlender Vorratsdatenspeicherung ging ganz kurz durch die Medien. Vielleicht soll das wieder hergestellt werden wenn de Maizière, der Herr des Ostverkaufs derzeit sein geistig Debüt gibt.
Und Angst!, ja Angst! ist immer gut. Angst und soziale Spaltung und drohende Armut ist ein cocktail der mehr als nur vergiftet. Derzeit lähmt dieser Sud die Republik, aber diese Brühe kann nicht ohne Schaden genossen werden: es ist eine Frage der Zeit, wann die ersten Toten im Kampf um die niederen Plätze zu beklagen sind. Der Hartzer den Hobo erschlägt, der ALGIer den IIer, der Teilzeitbeschäftigte den 400€-ler, die Vollzeitkraft die Halbe-Stelle-Inhaberin und der Festangestellte den Leiharbeiter - und der Junge den Alten, der Sohn den Vater, die Tochter die Mutter. Und die Ackermanns, Mohns, Springer, Aldis, die ganze hier ungenannte Brut ergeht sich in einem kollektiven Orgasmus über diese Zustände.

Was stimmt hier nicht?

Früher gab es in diversen Zeitschriften diese Vergleichbilder. Zwei an sich identische Zeichnungen von denen eins 10 Abweichungen enthielt, die es zu finden galt. Die gibt's heute nicht mehr; vielleicht deshalb, weil sie ins reale (politische) Leben übertragen wurden und deshalb auch viel spannender sind.
Schaun wir mal, ob wir 10 Fehler finden.
1.) Deutsche Kugeln und Bomben in Afghanistan und de Maizière fordern nicht zu Terrorakten hier in Deutschland auf.
2.) Otmar Issing und Josef Ackermann engagieren sich für die Arbeitnehmer und deren Familien
3.) Gerhard Schröder plädiert für bezahlbare Gaspreise und echte Demokratie.
4.) Angela Merkel wendet sich gegen den Atomstrom.
5.) Wolfgang Clement setzt sich für sichere und gut bezahlte Arbeitsplätze ein.
6.) Walter Riester wünscht den Menschen, die 40 und mehr Jahre gearbeitet haben einen wohligen Altersabend.
7.) Anette Schavan lässt die Aktivitäten von Monsanto und BASF überprüfen.
8.) Philipp Rösler setzt sich dafür ein, dass nicht Krankheit, sondern Gesundheit Ziel seiner Politik ist.

-die letzten sind immer die schwierigsten -

9.) Das Volk ist arbeitssam, aber glücklich und zufrieden, weil es keine Angst um seine Existenz haben muss.
10.) Deutschlands Staatsform ist eine Demokratie.

Was bei diesen Bildern nie gesagt wurde war, welches denn das richtige sei. Dennoch hat man immer das 'Falsche' ausgekreuzt.

Mittwoch, 17. November 2010

Wir bauen uns einen Schnüffelstaat

Von und mit Kristina Schröder

33 Jahre, weder Kinder noch sonst irgendwelche verwertbaren Erfahrungen, bisher netto sich von diesem Staat finanzieren lassen wie beispielsweise die Pappnasen Rösler und Guttenberg auch und nur durch den so genannten "Proporz", sprich: nicht durch (Sach)Verstand, sondern durch Klüngel ins Ministeramt gehieft macht sie uns Stasi reloaded. Da sollen doch, wenn es nach dem Willen dieser laufenden Nullnummer geht, demokratieschützende und -fördernde Vereine die Gelder aus dem Topf "Toleranz fördern - Kompetenzen stärken" erhalten, einen bekennenden Eid zur "freiheitlichen demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik"ablegen. Und ganz nebenbei sollen dann diese Vereine auch dafür sorgen, dass keine "extreme Strukturen" unterstützt werden.
Man lasse sich den Wortlaut auf der Zunge zergehen:

Die Extremismus-Klausel im Wortlaut

Hiermit bestätigen wir, dass wir
  • uns zu der freiheitlichen demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland bekennen und
  • eine den Zielen des Grundgesetzes förderliche Arbeit gewährleisten.
Als Nominierte bzw. Preisträger des Sächsischen Förderpreises für Demokratie haben wir zudem im Rahmen unserer Möglichkeiten (Literatur, Kontakte zu anderen Vereinen/Trägern sowie Behörden, Referenzen, die jährlichen Verfassungsschutzberichte des Bundes und der Länder etc.) und auf eigene Verantwortung dafür Sorge zu tragen, dass die als Partner ausgewählten Organisationen, Referenten etc. sich ebenfalls den Zielen des Grundgesetzes verpflichten. Uns ist bewusst, dass keinesfalls der Anschein erweckt werden darf, dass eine Unterstützung extremistischer Strukturen durch die Gewährung materieller oder immaterieller Leistungen Vorschub geleistet wird.

Quelle: www.akubiz.de

Zum einen möchte ich das, was diese Politikerbrut heute als "demokratisch" bezeichnet im Grunde nicht einmal mehr mit der Kneifzange anfassen. Und was das Grundgesetz angeht: dies wird die politische Kaste früher oder später zur Knute für's Volk umdeuten.
Zum anderen haben gerade wir Deutsche mit dem Bespitzeln und Verraten von Freunden, Bekannten, politisch anders Gesinnten, Eltern und Kindern leidvolle Erfahrung gemacht und sollten uns davor hüten.
Schröder, geh' doch wieder in die Versenkung aus der man Dich hervorgeholt hat.

Dienstag, 16. November 2010

lach..freiheit? demokratie? wasn das?

Was ist nur los mit mir? Ich schreibe nichts. Nicht, weil es an der Zeit fehlte; nicht, weil größere Dinge mich ablenkten; nicht, weil ich es nicht wollte.
Es ist zu so manchen Zeiten eine Leere in mir, eine Leere, die eine Reaktion auf die von mir (ge)erlebte Spannung zwischen meinen Vorstellungen von einer gerechten Welt und der Realität zu sein scheint. Aber vielleicht ist diese Leere aber auch eine Reaktion auf das Gefühl, dass ich im Grunde zu untätig bin, die Umstände, welche ich mißlebig finde, zu ändern. Vielleicht bin ich aber auch einer von diesen "Gutmenschen"; will, in der konnotativen Bedeutung der "Nichtgutmenschen" meinen, einer, der nur zum Spass Zweifel an diesem System hat - weil: mir geht es doch gar nicht so schelcht. Angestellter im Öffentlichen Dienst ( für Eingeweihte: EG 10,4 RLP), ein Haus (zwar gehört's noch der Bank, aber der Kredit ist OK), eine Frau, zwei super Jungs, ein geiles Zwergkaninchen, eine neurotische Katze und drei ( ich liebe sie!) Goldfische! Unter Wasser!
Was ist los? Jetz hab' ich gleich zwei Fragen: Nörgel ich aus purer Langeweile am System herum?
Und wenn mir langweilig ist, warum vergeht mir das Nörgeln denn machmal, aber die Langeweile nicht?
Aber vielleicht motze ich auch nur, weil privater Frust mich plagt. Die Frau mag nicht so recht in mancherlei Hinsicht, der Nachbar schaut schäl schon seit Wochen, die Kollegen mutieren zu Albtraumwesen und überhaupt ist das Wetter scheiße.
Nein, wenn ich versuche, in mich zu gehn, spüre ich, dass das, was meine Leere ausmacht, mein fehlender Zorn ist. Zorn auf die Verlogenheit, Zorn auf die Ignoranz, Zorn darauf, dass Gleichwertige unnötig zur Konkurrenz getrieben werden, Zorn, weil der Hartz4-ler Angst davor hat , dass der Obdachlose ihm eine Scheibe Wurst vom Brot nehmen könnte. Zorn ob der bitterbösen Lüge, dass der arbeitslose Handwerker, die arbeitslose Alleinerziehende, die Zwei-Zimmer-Rentnerin diesen Staat zugrunde richtet und nicht die Commerzbank, die HRE, die Deutsche Bank. Und dies ist die Wurst der "Mittelschicht" - - und ihre kranke Angst.
Ich habe heute mit einer wirklich lieben Kollegin, einer Gutmenschin (und diesmal in rein semantischen Sinne gesprochen) und sie sagte: "was ist, die Welt war schon immer schlecht."
Ha, und ich Narr erzählte was von globalisierten Gefahren die im Unterschied zu damals schlimmer seien. Think big. 'Denk in großen Zusammenhängen.' 'Es geht um das Große und Ganze.' Das ist es doch, was uns tagtäglich eingehämmert wird. ' Das Große beeinflusst das Kleine.' Verflucht, das ist doch einer der zentralen Lügen. Dies ist doch die organische Theorie
des Nationalsozialismus: der Oragnismus ist mehr als die Zelle, die ihn bildet. Was macht die Zelle ohne den Organismus? Nichts. Das wird uns erzählt. Tag für Tag in immer eindringlicherer Form. Dabei ist die Zelle - Du, ich - die Substanz des Organismus -- diese Staates - dieser Welt.
Und allein, wenn diese Zellen krank sind - und das sind einige Milliarden die an Hunger, Durst und Krankheiten leiden - kann dieser Organismus nicht gesund sein.
Was also reden sie uns von Gemeinschaft, gar Weltgemeinschaft? Wessen Gemeinschaft meinen sie? Die ihre? Die, der Mohns, Springers, Quandts, Aldis um nur einige aus hiesigen Landen zu nennnen? Oder meinen sie die Gemeinschaft eines Volkes? Der Schmidts, Meyers, Yilmaz' und Tozzi?
Sie reden uns von Gemeinschaft und meinen ihre zellulären Interessen, sie bilden ihren eigenen Organismus, der parisitär nicht am "Volkskörper" sonderm an jedem einzelnen von uns hängt. Persönlich und individuell. Und das ist ein elementarer Unterschied zum Nationalsozialismus und Diktaturen "kommunistischer" Systeme. Diese parlamentarische "Demokratie" nimmt dem Individuum auf die " sanfte" - persönliche - Tour die Luft erst zum wirtschaftlichen und dann zum politischen Atmen. Sie lähmt "demokratisch" jeden inneren Widerstand und mit diesem Gift auch jeden äußeren. Wie? Sie hält die Armen - die immer mehr werden - arm; politisch in der Folge. Sie beruhigt die Mittelschicht mit der "Alles ist doch Ok" Pille und erhöht gleichzeitig den finanziellen Druck, schürt den Hass und die Wut nach "unten" und die Gier nach "oben" und lässt die "Oberschicht" in ihrer Freizeit weiter lustige Räder basteln, in denen unser einer immer schneller zu rennen beginnt.
Ich seh's, aber wo ist mein Zorn?

Dienstag, 2. November 2010

Kein Anspruch

Es ist schier unglaublich, dass jemand wie die Merkel so offen gegen Artike 20 GG spricht
und nicht vom Verfassungsschutz belangt wird.
Da hat also "Deutschland ... keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft für alle Ewigkeit." Aha. Gut, Merkel, was schwebt Ihnen denn sonst so vor? Eine Monarchie, Sie als Mutter Königin und Westerwelle als Hofnarr? Oder ein Gottesstaat? Ayatollah Merkel?
Oder ne gepflegte Diktatur, mit angeglebten Oberlippenbart? Nein, das alles nicht. Was Sie und Ihresgleichen wollen, ist ein Kapitalfaschismus, der die Menschen unter die Knute macht- und geldversessener Kreaturen zwingt und ihnen jegliche Freiheit dadurch raubt, dass er sie in feudale Sklavenstrukturen zwingt. Der Mechanismus, den Sie verwenden ist ganz einfach: Sie rauben den Menschen durch Ihre Wirtschaftspolitik deren - wenn auch nur geringe- wirtschaftliche Autonomie, zwingen sie dann in prekäre Hungerarbeit und in einen brutalen Konkurrenzkampf zueinander. Sie und das elende Pack um Sie herum betreibt bewusst eine menschenhassende Politik die die meisten Bewohner dieser Lande nur als mehr oder minder verwertbare Biomasse betrachten.
Was meinen Teil anbelangt, haben Sie Frau Merkel durch diese verfassungsfeindliche Haltung jeglichen Rechtsanspruch hier verwirkt.

Wenn das

sogenannter Betonkopfkommunismus ist, habe ich einen Betonkopf:

DIE INTERNATIONALE


Wacht auf, Verdammte dieser Erde,
die stehts man noch zum Hungern zwingt!
Das Recht wie Glut im Kraterherde
nun mit Macht zum Durchbruch dringt.
Reinen Tisch macht mit dem Bedränger!
Heer der Sklaven, wache auf!
Ein Nichts zu sein, tragt es nicht länger,
alles zu werden, strömt zu hauf!

Völker, hört die Signale! Auf zum letzten Gefecht!
Die Internationale erkämpft das Menschenrecht!
Völker, hört die Signale! Auf zum letzten Gefecht!
Die Internationale erkämpft das Menschenrecht!

Gewölbe, stark und fest bewehret
die bergen, was man dir entzog.
Dort liegt das Gut, das dir gehöret
und um das man dich betrog.
Ausgebeutet bist du worden!
ausgesogen bis aufs Mark!
Auf Erden rings, in Süd und Norden,
das Recht is schwach, die Willkür stark!

Völker, hört die Signale! Auf zum letzten Gefecht!
Die Internationale erkämpft das Menschenrecht!
Völker, hört die Signale! Auf zum letzten Gefecht!
Die Internationale erkämpft das Menschenrecht.


Es rettet uns kein höh'res Wesen,
kein Gott, kein Kaiser, noch Tribun.
Uns aus dem Elend zu erlösen,
können wir nur selber tun!
Leeres Wort: des Armen Rechte!
Leeres Wort: des Reichen Pflicht!
Unmündig nennt man uns und Knechte,
duldet die Schmach nun länger nicht!

Völker, hört die Signale! Auf zum letzten Gefecht!
Die Internationale erkämpft das Menschenrecht!
Völker, hört die Signale! Auf zum letzten Gefecht!
Die Internationale erkämpft das Menschenrecht.


In Stadt und Land, ihr Arbeitsleute,
wir sind die stärkste der Partei'n.
Die Müßiggänger schiebt beiseite!
Diese Welt muß unser sein;
unser Blut sei nicht mehr der Raben
und der mächt'gen Geier Fraß!
Erst wenn wir sie vertrieben haben,
dann scheint die Sonn' ohn Unterlaß!

Völker, hört die Signale! Auf zum letzten Gefecht!
Die Internationale erkämpft das Menschenrecht!
Völker, hört die Signale! Auf zum letzten Gefecht!
Die Internationale erkämpft das Menschenrecht.

Freitag, 29. Oktober 2010

Propaganda

Den ganzen Morgen hat mich heute der Radiosender, welchen ich bevorzugt höre - SWR1- mit einer derart dumpfen "Aufschwungs"-Propaganda zugetextet, dass mir beinahe schlecht wurde. "Jubel! Der Aufschwung ist da! Es werden Päckchen versandt, wie sonst nur zu Weihnachten! Jubel! Nur noch 3 Millionen Arbeitslose!"
Es ist wirklich beschämend, wie dieser Sender die regierungsamtliche Jubelrede unkritisch und gebetsmühlenartig wiederholt. Wenn von unter 3 Millionen Arbeitslosen die Rede ist, so ist es doch mittlerweile bereits ein Allgemeinplatz, dass diese Zahl schöngerechnet ist, Ich nenne hier nur 1,4 Millionen in Maßnahmen der Arge, oder die sog. 58-iger Regelung, oder die "stille Reserve". Alles in allem liegen wir wohl eher bei 5 Millionen Arbeitslosen.
Dann: welche Stellen werden den geschaffen? Es sind dies im überwiegenden Maße Teilzeit, Leiharbeit oder geringfügig Beschäftigte, deren Lohn oftmals mit Steuermitteln aufgestockt werden muss, weil es einfach zu wenig ist.
der Moderator fabuliert davon, dass wir mehr "Geld in der Tasche haben". Ja, wo das herkommt, würde mich interessieren. Für 2011 geht das Herbstgutachen 2010 von einer Reallohnsteigerung von 0,4% aus; nach Jahren der Stagnation bzw. sogar eines Reallohnrückgangs.
Erwähnt wird nicht, dass die deutsche Wirtschaft 2008/2009 um 5% eingebrochen ist. Der "Aufschwung" somit lediglich ein Versuch darstellt, die Verhältnisse von vor der Krise wieder her zu stellen.
Und warum in dem ganzen Jubel in dieser reichen Republik gerade bei den Ärmsten am härtesten gespart wird, bleibt ebenso unerwähnt, wie die Verelendung von Städten, Gemeinden und Kommunen.
Goebbels oder Orwell? Ich denke, dass macht nur graduell Unterschiede, nicht in der Sache.

Es ist derart einfach

und abartig, dass es schon verwirrend ist:




Und ein weiterer Beitrag:


Freitag, 15. Oktober 2010

Meine Nachricht an Sie

Sehr geehrte Frau Merkel,

per 6.10. sandte ich Ihnen eine Nachricht die meine Angst und Unsicherheit bezüglich der von Ihnen vertretenen Politik zum Inhalt hat.
Bis heute konnte ich keine Reaktion von Ihnen darauf verzeichnen.
Habe ich Sie nicht erreicht, obwohl dies doch fett gedruckt mit Ausrufezeichen an dieser Stelle versprochen ist? Oder lies es Ihre Zeit bisher nicht zu? Oder, und diese Frage sei erlaubt: bin ich als einfacher Bürger einer Antwort unwürdig?
Ich harre den Dingen...

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Ohne Worte













Freitag, 8. Oktober 2010

Ich hätte mich vor der Welt geschämt

Wenn diesem aufgeblasenen, geschichtsklitternden, nur aus juristisch äußerst fragwürdigen Gründen noch nicht wegen Bestechung und Korruption verurteiltem Dr. Helmut Kohl dieser Preis verliehen worden wäre.
Ich gratuliere Liu Xiaobo zur Verleihung des Friedensnobelpreises.

Das ist Demokratie

„Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.”

Jean-Claude Juncker, Vorsitzender des Europäischen Rates 1997/2005

Tja, Leute, gibt es da noch Fragen? Und ein Schelm, wer da an die Bundesrepublik Deutschland denkt.

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Leseempfehlung

Ein guter Artikel zur Realität hier in der BRD: http://das-blaettchen.de/die-soziale-mauer/

Das deutsche Stimmvieh

ist auch ein dummes Vieh - selbstredend, wenn man den derzeitigen Umfragewerten der Grünen auch nur halbwegs Glauben schenken darf.
Diese Partei, die ihre Ideale noch schneller und gründlicher verraten und verkauft hat als die SPD (und das will was heißen) liegt im Bundestrend bei ca. 24%. Geil! Echt geil, kann ich da wirklich nur sagen.
Turnschuh, Wollpulli und Vollbart sind längst vergessene Reliquien, genauso vergessen wie die Politik, die dadurch repräsentiert wurde.
Nur Einiges zur Erinnerung: 1999 Kosovo-Krieg, 2001 Zustimmung zum OEF-Einsatz trotz fehlendem Un-Mandat.
In der rot/grünen Bundesregierung Unterstützung der Agenda2010 mit Zertstörung der GRV und GKV, Vernichtung des Arbeitsmarktes durch Hartz IV, Zeitarbeit etc. , Armutsvermehrung auch bei Kindern.
Weiter: aktive Vorbereitung in dieser Regierungszeit der Finanzkrise durch Unterstützung der SPD-Wirtschaftspolitik wie Steuersenkungen für Unternehmen, Hedgefonds, Steuerfreistellungen von Unternehmensgewinnen etc.
Asylantenhetze alla Sarrazin und Sicherheitshysterie von der selbst Schäuble was lernen kann verdanken wir dem Ex-Grünen Schilly. Und so weiter, und so weiter.
Von den heutigen Position dieser ehemaligen Revolutionäre mag ich gar nicht reden.
Und diese Wendepartei reitet nun auf der Welle des Merkel'schen Atomverbrechens wieder fröhlich zur Macht um... mit wem? Der SPD und Steinbrück als Kanzlerkandidat? Mit Trittin und Künast auf in den Irak und zur Agenda 2020? Westerwelle und Merkel als Regierungsberater?
Deutscher stimm', aber nicht wie ein dummes Vieh!

...fehlt mir

So, da macht der Geißler doch den Schlichter und fordert: "Die Gespräche müssen ohne Vorbedingungen geführt werden" . Aha. Für die Gegner ist klar, was damit gemeint ist: keine Demonstrationen, im Grunde keine Aktionen mehr sondern stillhalten. Aber was heißt das für die Landesregierung BaWü? Auch stillhalten? Wenn ja, womit stillhalten? Was in jedem Fall nicht stillhalten muss, sind die Baumaßnahmen.
Gleiches forderte der Generalsekrätar der CDU BaWü, Thomas Strobl gestern in "Stern TV" sosehr, dass es sogar Jauch auffiel; und der ist bekanntlich linker Positionen völlig unverdächtig.
Die Frage ist also, ist der Baustopp eine notwendige Bedingung für bilaterale, faire Gespräche oder nicht? Ich denke, die Frage muss von ihrem eigentlichen Subjekt, den Baumaßnahmen, abstrahiert werden auf eine höhere Ebene. So wie es ja auch längst nicht mehr nur um den Stuttgart an sich geht, sondern hier ja bereits ganz offen von einer Systemfrage der Demokratie gesprochen wird.
Es steht also der Vorwurf im Raum, dass hier Demokratie missachtet wird versus der Aussage, alles sei demokratisch entschieden. (und fürwahr: der inflationäre Gebrauch des Begriffes "Demokratie" und "demokratisch entschieden" von Seiten der Politik lässt schon den Verdacht aufkommen, es ginge hier nicht ganz nach demokratischen Regeln).
Also muss an dieser Stelle doch erst einmal ein Konsens der Demokratie gefunden werden, bevor es um die eigentliche Sache, den Bahnhof, geht.
Und genau hier lügt Geißler: er fordert - durchaus zurecht - demokratisches Stillhalten der Gegner aber dem aus deren Sicht und wohlmöglich auch tatsächliche undemokratische Verhalten der Befürworter soll kein Einhalt geboten werden.
Was Geißler hier betreibt, ist kein demokratischer Prozeß, sondern Totalitäres ganz subtil.

Mittwoch, 6. Oktober 2010

allein der Glaube...

"...dieser Pazifismus der dreißiger Jahre hat Auschwitz erst möglich gemacht.“ 1983 1
Was Attac vertrete, das sei "im Grunde kompatibel mit dem Grundsatzprogramm der CDU" 2007 2
"Sie (Merkel) hat vor allem erkannt, dass man keine Wahl gewinnen kann gegen die Mehrheit des Volkes." 2010 3
Na wer? Richtig, Attac-Miglied Geißler.
Neben Gauck Mappus' erste Wahl zur Vermittlung im Demokratiefall S21. Allein die Tatsache, das Mappus und sein Gesindel, die ja jede Alternative zum Bau von S21 total(itär) ablehnen, Geißler vorschlagen, macht mich schon mehr als stutzig. Denn es geht ja nicht um Vermittlung, sondern um Durchsetzung des Projektes, das weiß auch Geißler und wenn es ihm ernst ist, mit dem was er als Attacmitglied vertritt, kann er (als immer noch CDU-Mitglied) diesen Job nur ablehnen. Wir werden sehn.

Nachricht an Frau Merkel

Sehr geehrte Frau Merkel,
ich muss gestehen, dass Ihre Politik mich ängstigt. Sie ängstigt mich aktuell, weil ich mich nicht von Ihnen vetreten fühle und sie ängstigt mich zukünftig, weil ich nicht mehr auch nur im geringsten erahnen kann, welche Folgen Ihre heutigen Entscheidungen für mich und meine Familie haben werden.
Sei es Ihre Bildungspolitik, sei es Ihre Atompolitik, Ihre Gesundheits- und Rentenpolitik: all das lässt keine Orientierung für meine Familie und mich mehr zu.
Und diese Ängste nähren sich nicht aus der Abhängigkeit von staatlichen Transfers denn ich bin 47 und habe eine relativ sichere Arbeit. Diese Ängste habe in dieser starken Form erst mit der Geburt meiner Zwillinge vor 3 Jahren. Denn es ihre und die Zukunft aller anderen Kinder die ich durch Ihre Politik mindestens verunsichert, wenn nicht gefährdet sehe.
Frau Merkel, im Namen meiner Kinder bitte ich Sie, eine Politik zu verwirklichen, welche Zukunft positiv gestaltet und keine, die lediglich Unsicherheiten und Unwägbarkeiten zur Lebensgrundlage der heutigen Kinder macht.
Mit freundlichen Grüßen

Rainer Thomas

P.S. Bitte verschonen Sie mich mit Textbausteinen. Danke

Montag, 4. Oktober 2010

Ungleichgewicht

Es herrscht ein elemtares Ungleichgewicht zwischen den neoliberalen Halbtoten, die auf -und nur auf- Kosten der Allgemeinheit nicht anderes als ihren Geld- und Machterhalt und -steigerung betreiben und jenen, die mit viel Aufwand und Geist gegen diesen menschlichen Ausverkauf angehen.
Wenn die "Bauchrednerpuppe der Industrie" (Hagen Rether) Westerwelle ohne jeden Nachweis, selbst bar jedes logischen Zusammenhangs behauptet, die Masse der Hartz IV-Empfänger sei "dekadent" und "habe kein Recht auf Faulheit" so tut er dies in Abwesenheit jeglicher geistigen Anstrengung. Er tut es mit dem simplen Ziel vor Augen der Industrie möglichst billige und rechtlose Arbeitskräfte zu zuschustern.
Aber kaum ist es ausgesprochen stürzen sich eine Menge von Bloggern und die noch verbliebenen kritischen Medien darauf und versuchen mit langen, geistig tiefgreifenden Essays und Artikeln diesen Schwachsinn zu widerlegen. Komplizierte Theorien psychologischer, soziologischer, politischer und wirtschaftlicher Literatur werden bemüht, Bücher gewälzt, Medien studiert um mühselig eine möglichst hieb- und stichfeste Argumentation gegen eine höchst simplifizierende, grundsätzlich unbewiesene und nur dem eigenen oder der eigenen Klientel zum Vorteil gereichende Aussage zu entwickeln.
Als müsse die Intelligenz der Dummheit erklären, warum sie, die Intelligenz, nicht dumm ist, oder der Humanismus den reinen Kapitalinteressen was an ihm, dem Humanismus, human ist. Das kann nicht funktionieren. Die unterschiedlichen Fähigkeiten des Verständnisses sind diametral.
Weil nähmlich ein Westerwelle, eine Merkel, ein Schäuble oder wie auch immer die harmonisierte und nivellierte Politikerbrut heißen möge, eine andere Sicht der Dinge als die eigene gar nicht sehen kann und will. Warum soll ein Clemet oder ein Schröder Lafontaine - ein begnadeter Redner- auch nur mit einer Silbe Recht geben? Das würde ja bedeuten, dass eigene Lügengebäude und damit die eigenen Pfründe zur Disposition zu stellen und da der Lebenssinn und -zweck dieser Kreaturen sich im Erhalt ihrer Vorteile erschöpft, käme diese Disposition einer Sinnfrage gleich - undenkbar.
Aber wenn das so ist, welchen Sinn machen dann noch so intelligente und in der Sache richtige Worte?

Bitte nicht jedes Jahr!

Bitte beleidigt nur alle 10 Jahre meinen Verstand und meine Gefühle mit eurem verlogenen und arrogantem Geschwafel. Da bellt ein Gauck was von Verantwortung der Ärmsten und der grundsätzlichen Faulheit der Arbeitslosen. Er redet sich mit dem angeblichen Migranten-schmarotzertum Schaum vor's Maul und findet sich grandios demokratisch dabei. Das Härteste ist aber, wenn dieses kranke Hirn Arbeitslose mit Diktatoren vergleicht. Das der Kerl ein gefährlicher Psychopath ist, kann man bei dieser Rede bereits festellen; auch wie krank und verlogen SPD und Grüne sind.
Aber das sind leuchtende Abbilder unser politischen Unkultur, mögliche Präsidenten gar.

Die Hure Demokratie

So muss sich eine mißhandelte Hure fühlen: gedemütigt, schmutzig und erniedrigt. So fühlt sich wohl auch die Demokratie in Deutschland, wenn solche lupenreine Demokraten wie beispielsweise Grube, sagen, demokratische Prozesse erschöpfen sich in Wahlen; alles darüber Hinausgehende sei rechtswidrig. Oder die FDJ-Demokratin Merkel, und auch Mappus, ein Vorzeigedemokrat wie hier zu erfahren ist, der dann auch ganz demokratisch auf Teenager und Rentner einprügeln lässt.
Sie alle vergewaltigen die Demokratie, schlagen sie, spucken sie an und das Allerschlimmste: sie lachen sie hämisch aus in ihrer Not.

Eine Rede, eine Rede!

Gleich mehrmals hab' ich sie mir durchgelesen, diese Rede von Wulff. Das kann der sich doch nicht ausgedacht haben, aber was er beschreibt ist das Paradies in Reinform. Friede, soziale Gerechtigkeit, Demokratie, alles, alles kommt darin vor. "Wir sind das Volk", leitmotivistisch wiederholt Wulff das immer wieder.
Und dann fällt mir ein, wie diese Rede zustande gekommen sein muss: diese Rede beschreibt exakt das Gegenteil dessen, was hier in Deutschland ("einig Vaterland") politische, soziale und demokratische Realität ist.

Mittwoch, 29. September 2010

L’État c’est moi

Von wem die Merkel ihr Demokratieverständnis hat, erschließt sich mir nicht. Es muss was zwischen Ludwig XIV und Stalin sein.
In einer Zeit, in der sich Regierung und auch Großteile der Oppsition nicht nur vom Volk, sondern auch von grundlegenden demokratischen Regeln entfernt haben zu behaupten, eine Landtagswahl sei Volksentscheid genug ist schon keine Chuzpe mehr.
Es ist dies das Selbstverständnis eines beginnenden totalitären Systems.

Oh, wie raffiniert

Die FDP ist mit einer derart perfiden Dreistigkeit und Raffinesse ausgestattet, dass sie es eigentlich verboten gehört.
Wird derzeit unter dem Deckmäntelchen des Sozialem die Wirtschaft über die Mechanik des "Aufstocken" im Moment mit rund 1/2 Milliarden Euro direkt subventioniert, möchte die FDP diese Subvention gleichsam von der anderen Seite her noch erweitern.
Derzeit erhält der, der gezwungen ist zu pervers niedrigen Löhnen zu arbeiten, staatliche Transferleistungen zum Zwecke der Erhalts dieser billigen Arbeitskraft.
Aber das reicht der FDP nicht, nein. Nach ihrem Willen soll der ALGII Bezieher bis zu 1000€ hinzu verdienen können. Wobei der Selbstbehalt mit der Höhe des Zuverdienstes steigt.
Der Effekt ist klar: Beim "Aufstocken" werden Niedriglöhne mittels staatlichen Leistungen subventioniert, bei dem Zuverdienstmodell werden staatliche Leistungen mit Niedriglöhnen erhöht.
Die FDP weiß sehr wohl, dass sie damit den Druck auf die Löhne ausweitet indem er nun von zwei Seiten kommt: einmal von der Seite der prekär Beschäftigten und deren direkte Subventionierung durch die Steuergemeinschaft und auf der anderen Seite duch die ALGII Bezieher, welche durch die veränderten Zuverdienstregeln Jobs mit hohem Stundenvolumen aber niedrigem Stundenlohn annehmen werden.
Und das nur eine Fraktion - die Unternehmen - davon wirklich profitieren ist den Herrn Lindner und Vogel auch klar.
Schmarotzertum zu Lasten der Armen und der Steuerzahler: das ist FDP-Politik!

Dienstag, 28. September 2010

Und nun?

Gehen nach den Beschlüssen dieser Klientel- und Hetzregierung nun mindesten 3,25 Millionen Betroffene auf die Strasse? Das müssten sie nämlich, weil weder von den Gewerkschaften noch von den großen Kirchen erst recht nicht von der Politik Hilfe zu erwarten ist. Zu oft schon haben genau diese Institutionen in den letzten 10 Jahren den sozialen Ausverkauf tatenlos oder, im Falle Der Linken, machtlos hingenommen.
Aber es steht zu fürchten, dass der arbeitslose 50-jährige Maurer, der aufstockende Maler oder die alleinerziehende Mama genau dies - mal wieder - nicht tun werden. Und sie setzten damit ein fatales Zeichen: Hartz4 ist midestens ausreichend, wenn nicht gar zu hoch. Denn anders ist das Ausbleiben eines Proteststurms nicht erklärbar, zumindest nicht in der Vierkantwelt eines Guido Westerwelle.
Aber diese Passivität in Verbindung mit der medialen Propaganda zeigt auch bei Bürgern der so genannten Mitte Wirkung: ein Arbeitskollege meinerseits glaubte heute früh mich mit einer "Innovation" überrraschen zu können. Man solle doch die ALGII Leistungen über die Zeit reduzieren, dies würde den Druck auf und damit die Arbeitswilligkeit des Beziehers erhöhen.
Ein relativ gut verdienender Angestellter im öffentlichen Dienst transportiert das pauschale und pauschalisierende Stereotyp des faulen Hartz4-lers im Sinne der Agendapolitik ungeprüft weiter. Auch mit der (rhetorischen) Frage im Hintergrund, warum die Opfer dieser Politik sich nicht wehren wenn denn alles so ungerecht sei.
Es ist dies die Sicht vieler, mit denen ich spreche; eine Sicht, welche auch zum Schaden der Linkspartei ist. Diese Mitte betrachtet Die Linke getreu der neoliberalen Propaganda nicht nur als gefährlich sondern auch aufgrund des fehlenden, öffentlichen Protestes der Betroffenen als obsolet.
Ich denke, es ist die oberste Pflicht gerade derer, die Ziel dieser unsozialen Politik sind, ihre Rechte im öffentlichen Raum lautstark einzufordern.

Freitag, 24. September 2010

Donnerstag, 23. September 2010

Die Verarsche wird

immer dümmer. Gerade im Heute-Journal (21:13) ein Bericht über Kopftücher. Kopftücher! Nicht über Kopfpauschale oder gar Köpfe, nein, über Tücher textet mich das ZDF mit meinen Geldern zu.
Da rennt ein Rösler, der diesen Staat bisher nur Geld gekostet hat, herum und darf erzählen, dass jemand, der am Tag mehr arbeitet und produktiver ist als dieses verwöhnte Arschloch, doch bitte und am liebsten alleine für seine Krankheiten zuständig sein soll die er wohlmöglich oder gerade durch seine Arbeit hat, und wenn er das nicht kann, naja, Pech gehabt.
Da tuschelt eine Merkel nicht nur morgens um vier gleich mit vier geldgeilen Atommanagern herum, ne, da wird in Geheimabkommen dem Scheisshaus der Deutschen Banken, der HRE, gleich noch 40 Milliarden Rollen Klopapier gespendet, damit Ackermann und Co sich den Arsch sauber halten können. Und die von der Kohle besoffenen Banker scheißen natürlich daneben, müssen's ja nicht wegmachen, machen wir.
"Der Staat bin ich" oder was, du machtversesssene Trulla? Hast viel gelernt vom Gesetzesbrecher Kohl, dem Vater der Deutschen Zwietracht. Denn das ist sie mittlerweile, wenn mindesten 25% die Mauer - sprich, die sozialen Zustände - wieder haben wollen.
Oh ja, sie blühen, die Landschaften! Für die Industrie, die Banken, Versicherungen und den korrupten Haufen der sich "Volksvertreter" nennt (Volkstreter ist passender)Aber sie sollten brennen, das gäbe die schreienden Ungerechtigkeiten in diesen Landen gerechter wider.
Migration, Integration, Sozialisation, Bildung, Gerechtigkeit, Chancengleichheit - Menschlichkeit - sind für diese Menschderivate doch nichts anderes als der morgendliche Blick auf die Scheisse in ihrem Klo.

Kein Lobbyismus

ist das, was die Bundesregierung hier betreibt, nein, das ist Korruption in Reinform:
Atomlobby: bedient.
Bankenlobby: bedient.
Pharmalobby: bedient.
Versicherungslobby: bedient.
Gastronomielobby: bedient.

Nur der Dümmste kann hier noch von Missverständnissen oder Fehlern faseln. Und nur ein Vetreter dieser korrupten Politik oder ein kompletter Narr wird sein Kreuzchen bei den etablierten Parteien machen können. Zu diesen zählen natürlich auch Die Grünen, die neuerdings offenbar ein Sammelbecken für frustrierte FDP-Politikprostituierte zu sein scheint.
Aber wenn ich offen Werbung für Die Linke mache, werde ich oftmals derart blöde und schäl angeschaut, dass es zum Heulen ist.
Solange der deutsche Einfaltspinsel mit 2500 oder 3000 Euro brutto glaubt, dass er einerseits von Steuersenkungen alla FDP irgendetwas hat und andererseits die Armen an der Misere hier in der BRD für schuldig hält, solange die letzte Dumpfbacke von seinem ALGII die Bild kauft, solange ist es noch nicht schlimm genug.
Erstickt diese verdammte Bananenrepublik letztendlich an ihrer eigenen Dummheit und Trägheit? Hat der elende Rassist insofern doch recht, nur dass hier deutsche Gene verantwortlich sind?
Mir ist schlecht.

Montag, 30. August 2010

geht nicht

Beim besten Willen: ich kann diesem Typen nicht einen inch der Bedeutung zumessen, welche er derzeit erlangt. Da jagt sich eine dumme Sau namens Thilo selbst durch's Dorf, grunzend und seine Spur stinkende Scheisse hinter sich herziehend und die Republik steht Kopf! Spinnen alle, oder soll mal wieder von Größeren, Undemokratischerem abgelenkt werden? Als hätte so ein arroganter, selbstverliebter Tölpel die Macht die Republik stürzen, das 1000-jährige Reich neu auszurufen!
Die Nummer, die dieser Sarrazin hier abzieht, ist derart grobschlächtig und plump das sie förmlich nach einem - äußerst taktlosen - Ablenkungsmanöver im großen Stil stinkt. Und wenn jetzt diverse Granden dieses Landes mit bräunlichen Fingern anklagend auf diesen Hampelmann zeigen, dann doch nur, um ihr eigenes Gedankengut hinter derartiger Rüpelhaftigkeit verstecken zu können.
Warum die SPD ihn nicht hinauswirft? Ja, Leuts, Sarrazin ist ein Vordenker der Schröder SPD! Wie Ernst Jünger den Nazis, so Sarrazin der Agenda-Politik! Und bei Gott: ein Schröder, ein Clement, ein Müntefering, ein Riester sie alle haben zur Entwicklung des Rechtsradikalismus mehr getan, als diese rechte, viel zu laute Sirene Sarrazin.
Unsere Demokratie leidet, liegt wohlmöglich im Sterben, aber nicht wegen offenem rassistischem Gedankengut sondern vielmehr wegen diesen angeblichen Demokraten, die sich bedingungslos der Diktatur des Kapitals beugen und damit einem verdeckten Faschismus fröhnen der in seinem Euphemismus bei weitem effizienter als dieses Losgetrampel ist. Und diese "Demokraten" schaffen denn auch den Sumpf, auf dem die Sarrazins dieser Welt gar trefflich gedeihen und dieser Sumpf ist demnach auch die Gefahr und nicht das einzelne, giftige Kraut darauf.
Hitlers "Reich" wurde vornehmlich getragen durch hohe Militärs, der Wirtschafts"elite" und den "Adel" und nicht durch die Dumpfbacken der SS.

Dienstag, 24. August 2010

brüchig

Brüchig sind scheinbar nicht nur politische Koalitionen, nicht nur gegebene Worte der Politik, sondern mittlerweile sogar von dieser Politik beschlossene Gesetze.
Ganz aktuell geht es um die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke und die Rente mir 67. Beide Vorhaben werden von einer Mehrheit der Bundesbürger abgelehnt; wiewohl, dies ficht die Machthabenden nicht an. So wenig, dass sogar ausgehandelte Verträge und Beschlüsse scheinbar nicht mal mehr das Papier wert zu sein scheinen, auf den sie gedruckt wurden.
2001 hat die damalige rot/grüne Bundesregierung im Einvernehmen mit der Atomindustrie Veträge unterzeichnet, welche den Austieg bis ca. 2025 eindeutig regelten. Wenn heute auf die Einhaltung dieser Verträge gepocht wird, droht die Atomlobby mit Abschaltung der AKW's. Mit Verlaub, möchte sie die Standorte nach China verlegen? Oder sie schaltet plumpe und teure Anzeigen, welche nur einen Zweck haben: nämlich die Bundesregierung unter Druck zu setzen und unterschriebene Verträge im Nachhinein dem Profit zuliebe für nichtig erklären zu wollen.

2007 verabschiedete die Große Koaltion das Gesetz zur "Rente mit 67". Darin, als unabdingbarer Bestandteil enthalten ist die sogenannte "Überprüfungsklausel" welche sicher stellen soll, dass genügend Ältere in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung stehen. Derzeit sind laut Statischem Bundesamt ca. 25% der 60-65-jährigen in regulären - also nicht prekären - Jobs beschäftigt. Wenn nun die SPD auf Einhaltung beschlossener Gesetzte und damit aüf eine Beschäftigungsgarantie für Senioren pocht und ihr deshalb von der Arbeitgeber- und Versicherungslobby mit Unterstützung vieler Presseorgane "Populismus" und "Wortbruch" vorgeworfen wird, ist dies nicht mehr nur lächerlich sondern schlicht verlogen. Fehlendes Vorhandensein guter Arbeitsplätze für ältere Mitmenschen und dennoch ein Festhalten an der Rente mit 67 bedeutet schlicht eine faktische Rentenkürzung und dies ist ein -großkoalitionärer- Wortbruch.

Was soll ich als Bürger dieses Landes davon halten, wenn Gesetze nicht nur gegen die Mehrheit der Bundesbürger durchgepaukt werden, sondern auch die Regulative dieser Gesetze, je nach (Kassen-) Lage schlicht ignoriert werden?
Ist es angesichts dieser Wortbrüchigkeit, dieser moralischen Errosion der politischen und wirtschaftlichen Eliten verwunderlich, wenn viele Bürger sich immer weiter entfernt von demokratischen Entscheidungsprozessen sehen?

Freitag, 20. August 2010


Das als Antwort auf meine Frage an Wulff, warum er mit einem Typen rummacht, dessen Ruf mehr als beschädigt ist durch Machenschaften, die nicht nur von den Verbraucherzentralen kritisiert werden.
Ich sag's ja: Die halten uns alle für vollkommen verblödet und das Schlimme ist, dass sie unserere Tatenlosigkeit nicht zu Unrecht mit Dummheit gleichsetzen können.

Dumm, dreist oder beides?

Was sich Frau Friedmann in einem Kommentar auf (natürlich) SpOn leistet kann nur eins von beidem oder beides sein.
Verschwendet sie anfangs noch viele Worte darauf, die Vorzüge der Chipkarte für Hartz-IV-Kinder zu loben (im übrigen Argumente die ich durchaus diskussionswürdig finde), findet sie bald - über Lobduselei für die Leyen - zu der wesentlichen Aussage: Stigmatisierung? Kein Problem! Wir ziehen einfach allen Eltern was vom Kindergeld ab und leiten diese Beträge auf eine Karte um und
voilà: alle stigmatisiert, keiner stigmatisiert.
Besonders perfide und ihre - zumindest absurden - Gedankengänge offenbarend wird ihre Wortwahl, wenn sie pauschal etwas davon faselt, dass
alle Bezieher von Kindergeld dieses "abkassieren". Ich zocke also den Staat ab, wenn ich meinen Anspruch auf Kindergeld für meine Söhne wahrnehme. Ja, was ist denn das für eine Lesart? Gilt der Schmarotzerverdacht auf für die sogenannten "Leistungsträger", die aufgrund ihres hohen Einkommens über Freibeträge sogar noch mehr kassieren als über das reine Kindergeld? Bekommt die Leyen dann auch sieben Chipkarten; weil sie abkassiert?
Da wir, die wir sehenden Auges sind, in den letzten Jahren verstärkt lernen mussten, dass "Gutes tun" für die Gesellschaft in der Regel nur ein Abfallprodukt des eigenen Profitstrebens von Politik und Wirtschaft darstellt, sei folgende Spekulation gerechtfertigt: Diese ganze Nummer mit den Karten und die von der Friedmann gewollte Ausweitung auf "Nicht-Hartz-IV-Familien" ist mal wieder nichts anderes, als ein Umverteilungsmechanismus von Steuergeldern in die Kassen großer Konzerne wie z. B. Arvato oder Sodexo.
Dies aus zwei Gründen: Zum einen wird der Staat in der Kürze der Zeit auf bestehendes Wissen im Umgang mir diesen Karten zurückgreifen müssen; Wissen, welches die Behörden nicht, Bertelsmann aber sehr wohl besitzt. Hierdurch sind Abhängigkeiten und Manipulationen bereits der Grundstein gelegt.
Zum anderen werden durch Vorgaben der Argen, des Bildungsministeriums, der Schulen etc. diese Gelder an bestimmte Dienstleister gebunden werden. Ein Schelm, wer hier keine Mißbrauchsmöglichkeit sieht und erwartet. Dies im Besonderen, da sich nicht jeder Mathestudent die teuren Lesegeräte leisten können wird.
Aber nicht zuletzt geht die Diskussion über die Modalitäten der Verteilung doch völlig an der Aufgabenstellung des Bundesverfassungsgerichtes, nämlich die Überprüfung der Sätze für Kinder, vorbei.
Es scheint, als hätten es hier einige Leute ziemlich eilig diese Karte bundesweit durchzusetzen. Gelle, Frau Friedmann?

Donnerstag, 19. August 2010

Könnt mich aufregen

echt! Da kenne ich doch zwei Typen, beide noch keine 30, beide auf HartzIV. Der eine hängt den ganzen Tag vor dem PC ab mit online-games oder studiert die entsprechenden Foren, wie er sich den Auflagen der Arge juristisch entziehen kann. Ist sogar eine Klage anhängig derzeit. Der andere -Anton- schlängelt sich so irgendwie durch die Auflagen und liegt ansonsten braungebrannt und mit Flasch Bier im Garten direkt neben meinem auf das ich erblasse. Und was mach ich? Morgens um 5:30 klingelt der verdammte Wecker und treibt mich in mein Tagewerk bis 17 oder 18 Uhr abends.
Wie mich das aufregt: Money for nothing and chicks for free! Meine Steuergelder! Meine Sozialabgaben! Weg! Hinterhergetragen solchen Nichtsleistern, Nichtsnutzen. Soziale Zecken, die am Tropf der Gesllschaft hängen und nichts, aber rein gar nichts geleistet haben oder in Zukunft leisten werden. Sie haben die Gnade der parasitären Geburt, sie rekrutieren sich aus sich selbst heraus; ja, Schmarotzer erzeugen in der Regel gleiches Gesindel. Den Staat beanspruchen wenn es dem eigenen Vorteil dient, aber genau diesen Staat verteufeln, wenn er für die gebrachten Leistungen etwas zurückfordert! Ja, da sind sie gut drin.
Aber das Schlimmste ist, dass sie unsereins verspotten, verhöhnen! Sie treiben Betrug an denen, die arbeiten und grinsen sich eins, wissend ob unserer Ohnmacht.
Sie greifen die Kohle ab, tun ein wenig echauffiert-pikiert wenn sie auf die Ungerechtigkeit angesprochen werden um sich dann, im unbeobachteten Moment, ins Fäustchen zu lachen ob meiner Blödheit und Machtlosigkeit!
Wie sie mir auf die Nerven gehn, diese Versager, Sozailschmarotzer, diese Nixleister mit den Riesenmaul! Alle Mißfelder und Ludewigs, die Riesters und Schröders, der Superleister Westewelle samt Niebel und Brüderle, der asiatische Blindgänger Rösler und sein faules deutsches Pedant Koch-Mehrin, der Sohn-und-sonst-nichts-zu Guttenberg...all dieses Volk, was nie anderes getan hat und nie anders tun wird als geboren zu sein und als geistige und materielle Egel das moralische Blut dieser Gesellschaft auszusaugen und sich dabei unheimlich wichtig zu erscheinen.
Ekelhaft!
Anton, hast mal ein Bier für mich?

Montag, 16. August 2010

2. Erinnerung

Sehr geehrter Herr Wulff,

ich beginne mich zu wundern, warum ich auf meine Frage an Sie vom 30.07.10 bisher keine Reaktion erhalten habe.
War die Frage falsch oder fasch formuliert? Steht mir solch eine Frage nicht zu? Zähle ich nicht zu dem Volk, auf welches Sie nach
§56GG einen Eid schwören?
„Wenn wir gemeinschaftliches Leben in Frieden, Freiheit und Wohlstand wollen, dann brauchen wir alle Menschen in unserem Land, jede und jeden dort, wo er sich einbringen möchte." Ein Zitat von Ihnen zum Selbstverständnis des Amtes: gilt dies nicht für mich?
Herr Wulff, warum antworten Sie mir nicht auf meine Frage und erklären mir die Duz-Nähe zu Herrn Maschmeyer und warum sie diese Nähe sogar politisieren?

R. Thomas

Deutsche, hört die Signale

Der Schröder (nein, nicht die Schröder, gleichwohl die auch schon als gekauft gelten kann), nein, der Schröder, meldet sich in der Rentendebatte zu Wort. Wahrscheinlich haben ihm seine Busenfreunde Riester und Maschmeyer gesteckt, dass der Steinmeier, seit der Verräter Müntefering den Abgang gemacht hat, alleine auf weiter Flur steht, was das Zerstören der sozialen Sicherungssysteme und damit der Menschen und der Menschlichkeit angeht. Und der Schröder, ja der hat Charisma; viel mehr als der Lafontaine. Und was die Kohle angeht, da hat der immer schon alles gemacht für, sogar Putin einen "lupenreinen...." genannt, tja, der Kanzler der Bosse. Ich frage mich nur, wann der seinen geistig-moralischen Flächenbrand hatte. Ist aber auch egal. Ich wünsche ihm nur eines: Das er beim Singen des Arbeiterliedes die verlogenen Worte im Halse stecken bleiben: es wäre ein schlimmes Übel weniger auf der Welt.

Freitag, 13. August 2010

Gute Frage(n)

Feynsinn stellt eine ebenso simple, wie gute und notwendige Frage: wie ist es mit der Jugend und dem politischen Interesse? Quantitativ gesehen, ein stark beachteter Beitrag von flatter, aber wenn ich versuche, den Tenor der dort kommentierenden jungen Leute zu finden, so scheint es der zu sein, dass hier Ausnahmejugendliche schreiben deren Bekanntenkreis größtenteils 'einfach so' bis 'bewusst' apolitisch (oder gar antipolitisch) zu sein scheint.
Wenn dem so ist, und daran scheint es nur geringe Zweifel zu geben, stellt sich mir die Frage, wo denn die Unterschiede zwischen der extrem politischen Jugend der 60iger und 70iger, teilweise auch noch der 80iger Jahre und der der 90iger und folgende liegen.
Ökonomische Verhältnisse? Die waren und sind immer schon hervorragende Grundlage deutlicher politischer Diskurse und Aktionen. Nein, eher nicht; Hunger war 1970 weniger ein Phänomen als heute.
Die pädagogischen, psychologischen und soziologischen Nachwehen der Nazizeit? Möglich. Zumindest ist dieses Moment für die 2. und 3. Generation nach Endes des Krieges nicht mehr vorhanden. 1000 Jahre und Talare waren sicherlich Gegner gesunder jugendlicher Entwicklung und damit guter Grund, offen zu rebellieren und Alternativen zu suchen, sind es aber heute nicht mehr.
Die relativ neue Erscheinung der Informationsüberflutung, sei es durch die Medien und ihr informationelles "Fastfood", die Wirtschaft in Form der Werbung oder auch privat via facebook, twitter, email, sms etc.? Weggabe von Authentizität zugunsten austauschbarer Informationseinheiten und damit auch Verlust, nein Aufgabe von Identität, welche als Voraussetzung des ernstzunehmenden gesellschaftlichen Diskurses gelten kann?
Oder ist es doch die fortschreitende, sich totalisierende (um nicht zu sagen: totalitäre) Ökonomsierung unserer Zeit und der darin aufwachsenden Menschen, dieser viel zu kurz greifende Freiheitsbegriff, welcher sich in der "Freiheit" der Information und deren Beschaffungsmöglichkeiten sowie der "Freiheit" eines, auf wirtschaftliche Prozesse und Resultate reduzierten Begriffs vom Menschen beschränkt?
Oder doch paralysierende Angst vor einer ungewissen, als überwiegend negativ antitipierten Zukunft; vor dem Verlust des Ideellen bzw. den fehlenden Idealen - und weniger vor dem Nichterreichen wirtschaftlicher "Ideal"-Vorstellungen?
Ich bin der Meinung, dass jede Zeit ihre Ideale hat auch wenn die einer Ulrike Meinhof mit den heutigen nur bedingt vergleichbar sind, so stellt sich doch eine der zentralen Fragen an die Jugend, gleich ob 14 oder 29: gibt es Ideale und wenn ja, welche sind das? Und wie gilt es, diese zu erreichen?
Und wenn die Jugend "idealbefreit" durch die Welt taumelt, stellt sich weiter die Frage nach den Ursachen, nach der Verantwortung der "desillusionierten Alten" an diesem Zustand der nach meinem Dafürhalten untragbar ist.
Fragen über Fragen, sie werden nur im Gespräch mit den Jungen zu klären sein.

Dienstag, 10. August 2010

Generationengerechtigkeit


Ist es das, was sie unter "Schutz der Nachkommen" verstehen? Unter Ge-
rechtigkeit der Generationen? Er-
schreckend ist, dass solche Aussagen
zeitgleich nebeneinander sein können,
ohne das dieses Land aus seiner dumpfen Lethargie erwacht.

Eine Frage der Gerechtigkeit

Immer wieder wird behauptet, dass das einkommenstärkste Zehntel der Einkommensteuerpflichtigen schon jetzt mehr als die Hälfte des Aufkommens an die Staatskasse überweist. Diese Aussage ist mindestens irreführend, in dieser Form sogar falsch.
Sicher ist diese 10/50-Aussage in sich genommen richtig, aber in diesem Zusammenhang muss auch erwähnt werden, dass die Einkommensteuer nur noch knapp 39% des Gesamtsteueraufkommens ausmacht und dieser Anteil vor allem u. a. durch das Absenken des Spitzensteuersatzes und der pauschalisierten Kapitalertragssteuer von 25% weiter rückläufig ist.
Weitaus stärker wird der Bürger durch sog. indirekte Steuern wie Mehrwertsteuer, Tabaksteuer oder Mineralölsteuer belastet. Und hier tragen die kleinen und mittleren Einkommen, kurzum alle, die ihr Haushaltseinkommen mehrheitlich in die Dinge des alltäglichen Bedarfs "investieren" müssen, deutlich mehr zum Steueraufkommen des Staates bei, als das sogenannte "einkommensstärkste Zehntel".
In dieser "Spendendebatte" geht es um Steuergerechtigkeit, welche mit Hinweis auf Arbeitsplätze vor allem in den letzten 12 Jahren immer weiter ausgehelbelt wurde. Zum anderen kann ein "welfare"-System nach amerikanischen Muster niemals einen funktionierenden Sozialstaat ersetzen, denn wo der "Gute Wille" des Geldes aufhört, war und ist in den Ursachen dieser Krise überdeutlich sichtbar.

Montag, 9. August 2010

Erinnerung, die 1.

Sehr geehrter Herr Wulf,

am 30.07.10 sandte ich untenstehende mail an Sie und bisher erhielt ich nicht einmal einen Eingangsvermerk.
Kann es sein, dass Ihre gesamte Postelle in Urlaub ist? Mit verlaub, dies glaube ich nicht. In der vermutung,
dass die Nachricht verloren ging, sende ich sie deshalb heute erneut in Hoffnung auf baldige Antwort.

MfG

Rainer Thomas

Scharfe Sache da

Der Herr Wendt, ein richtig Scharfer unter den Scharfmachern, ist er. Will er doch, dass Straftäter, die sich besonders schwerer Vergehen schuldig gemacht haben wie sexueller Mißbrauch oder Mord, ganz öffentlich und dauerhaft an den Pranger gestellt werden. Name, Foto, Tat, wohlmöglich mit Details. Ist das eine Form der Todesstrafe, gewissermaßen Exekution nach Wendt? Rehabilitiert und resozialisiert oder nicht, egal. Wendt will den totalen Tod für diese Menschen.
Denn nichts anders ist die Folge einer solchen Internet"präsenz". Wohnung, Arbeit? Fehlanzeige. Das ausgedruckte Foto mal geschwind vergrößert und in der Ortskneipe überm Tresen hängend - das wird den Pöbel schon zum gerechten Handeln führen, nach 10 Bier und 5 Schnaps und dem Kinderficker, dem Frauenkiller zeigen, wo der Hammer hängt - und landet!
Das ist Wendt'sche Gerechtigkeit, das ist seine Moral: a bisserl Tod durch die Hintertür, verdient hat er's doch, wir dürfen's nur nicht offiziell. Mit anderen Worten: Der Wendt liebäugelt ganz schamlos mit Faustrecht und Lynchjustiz, nimmt dies zumindest billigend in Kauf.
Ich hege auch keine Sympathien für solche Menschen, aber hier hinterlistig primitivste, amerikanische Unkultur installieren zu wollen, ist nicht nur undemokratisch, sondern...tja, Lob von anderer Seite nimmt der Herr Wendt auch gerne.

Freitag, 6. August 2010

Freiheit , die sie meinen

Naschen an der Macht

Kaum ist Mama nicht zu Hause, tanzen die Guidos die Mäuse auf dem Tisch. Da durfte er mal vom Boden lecken, was die Obertrulla vor ihrem Urlaub hat fallen lassen. Hier ist er Guido, hier kann er sein - und anders kann er auch nicht.
In welcher Phase der analen ist der blos stecken gebleiben? Mal ist die Scheiße was Gutes, dann wieder was Schlechtes; armer Kerl, ganz verwirrt.
Auf der andern Seite hätte Guido als Kanzler auch was Gutes: Er würde Deutschland mit der gleichen Geschwindigkeit vollends gegen die Wand fahren wie seine Klientelpartei. Das würde diesen quälend langsamen Prozeß enorm beschleunigen und umso schneller dem Ende zuführen.

Heuchlerin

Was unterscheidet die FDP von den Grünen? die FDP ist ehrlicher.
Die Grünen betreiben seit 1998 eine Politik, wie sie ein Lambsdorff nicht besser könnte. Anfangs vielleicht noch durch den Irrglauben geleitet, eine Antizipation an der Macht wäre notwendig, linke, originär grüne Positionen durchsetzen zu können, waren sie alsbald vollständig assimiliert. Aufgesogen in den Machtkreis der Schröder-"SPD".
Auch die Claudia Roth hatte, zu Zeiten der Macht- also bereits 2003 in Cottbus- , nie ein Problem mit Schröder und der Agenda2010. Umso elender ist ihr Verhalten jetzt.
Im Interesse des Kapitals zerstörten sozialen Sicherungssystemen Ersatz durch Wohlfahrt das Wort zu reden, ist schlicht zynisch.

Oh, Spiegel...

Manhmal denke ich, der Spiegel bräuchte sein eigenes 1972. Es ist ein verdammter Allgemeinplatz, dass seit midestens 10 Jahren die Nettolohnentwicklung der Arbeitnehmer rückläufig ist. Es ist desweiteren nicht der erste "Aufschwung" der an den Masseneinkommen vorbeigeht. Nie hatte der gemeine Mitbürger in diesem Land mehr Angst um Arbeitsplatz, Bildung, Gesundheit, Renten.
Und was schreibt dieses Propagandablatt? Die Deutschen bekommen einen Dauerorgasmus vor lauter Kohle, Papa hat keinen Armutsständer mehr, sondern weiß vor lauter Kaufgeiheit gar nicht, wo anfangen. Und ja, die SPD und der FDP-Ablöser Grüne, da läuft die Werbetrommel des Spiegel.
"Absolute Mehrheit" für Rot/Grün orakelt das Schmierblatt und leckt gleichzeitig den jetzigen CDU-Machthaltern die schmutzigen Stiefel.
Diese billige Werbung für ein Machtmonopol aus den gleichgeschalteten Parteien SPD/Grüne/CDU ist einfach nur ekelhaft. Ekelhaft, weil sich dieses Dumpfblatt noch nicht einmal mehr einen dünnen Anstrich der Intellektualität leistet.
Aber letztendlich spiegelt dieses unterste Stammtischniveau doch die geistige Struktur der Stammleserschaft dieses Propagandaorgans wider. Zeigt wie verkommen macht- und geldgeil diese, sich selbst so nennende "Elite" ist. Zeigt aber auch die Verachtung, die diese Kaste für alle empfindet, die ihr nicht angehören; und da meine ich nicht das "Prekariat" oder die "Unterschicht", nein, ich meine explizit die sog. "Mitte" die in ihrem Wahn glaubt, sich mit dieser oberen Brut solidarisieren zu müssen. Die "Mitte": williges Mißbrauchsopfer der Macht.
Mit so einer Propaganda wäre Blondi immer noch ein geliebter Hund.

Donnerstag, 5. August 2010

Ist schon ein seltsames Gefühl

Ohne auch nur den geringsten Anspruch auf irgendwelche Objektivität löst es in mir schon seltsame Empfindungen aus, wenn ich bei Feynsinn dieses und dann auch noch dies erfahren muss. Auch der pflichtgemäße Verweis auf ZG überdeckt diesem unangenehmen Beigeschmack nicht.
Aber vielleicht ist es ja auch so, dass flatter in der mentalen Kuschelecke "Feynsinn" mal ein Fenster geöffnet hat um zu lüften...
Mir bleibt derzeit nur, ganz genau hin zu schauen.

Mittwoch, 4. August 2010

Für meine geliebten FDP-Wähler



Ich denke zwar nicht, dass sich solcherart Spezies hierhin verirrt, aber ich finde den Spot auch prsönlich gut. Diese Wortgewalt, dieses Charisma, diese alles überstrahlende menschliche Wärme!
Ich habe mich wohl grundlegend getäuscht.

Dienstag, 3. August 2010

Es wäre zum Lachen...

...wenn es nicht so traurig wäre. Da verteidigt Theresa Breuer vom "Stern" in einem Kommentar von der Leyens Bös-Schein-Politik und merkt gar nicht, dass sie sich gleich mehrmals in die Nesseln setzt.
Zum einen betet sie das Mantra, dass rund 4,8 Millionen ALGII-Empfänger gar nicht arbeiten wollen, weil's ihnen doch so gut geht (was ist eigentlich mit den ALGI-Beziehern? die müssten ja noch mehr Grund zum Faulsein haben). Mit diesem saudummen Vorurteil ausgestattet, macht die Breuer sich dann auf die skurrile Suche nach Argumenten pro Leyen. Immer schön versteckt unter dem Mäntelchen der sozialen Fürsorge bedient sie sich ganz selbstverständlich des Vorurteils, dass der gemeine HartzIV-ler ein kettenrauchender Säufer sein muss, der seine Kinder schlicht hungern lässt. Und natürlich, alle wollen auf einmal eine Kopplung von Leistungen an die Nettolohnentwicklung; wenn das mal kein schlechtes Zeichen ist. Und selbstredend soll der Staat keine "Geldgeschenke" machen und damit dem faulen Pack die Heimarbeit noch zu versüßen.
Aber in Hochform kommt sie eigentlich mit dem Titel! Ja, Wenig Leistung, wenig Geld. Oder auch: Nur wer arbeitet, soll auch essen. Da sehn wir, wessen geistig Brot sie isst: Klar, ein Vielleister wie Westerwelle hat viel Geld. Oder ein Mißfelder, der bisher nichts anderes geleistet hat, als auf Kosten der Gemeinschaft zu studieren und nun als sinnentleerter MdB sich wieder alimentieren lässt; der ist auch nicht arm. Oder ein Niebel, oder ein Brüderele, oder ein...
Geh nach Hause, Breuer - geh einfach.

Unglaublich


Die NDS werten dieses Foto, welches seinen Ursprung bei Focus hat, als "keine Karikatur".
Ich nenne es Anmaßung, weil der abgebildete Hampelmann mit Erhard soviel gemein hat, wie Westerwelle mit Adam Smith.
Ich nenne es eine Beleidigung, weil jeder halbwegs vernüftige Mensch die offenkundige Lüge, welche dieses Foto transportiert, durchschaut.
Ich nenne es eine Verhöhnung der Menschen, weil die Kaste, aus der die abgebildete Witzfigur stammt, sich der Machtlosigkeit der Betroffenen sehr wohl bewusst ist.
Ich nenne es zynischen Abschaum, weil solche wie Brüderle ganz bewusst und gnadenlos durch ihre Politik ganze Generationen in den Schmutz treten.

Ist ja wohl ein Hohn Frau Höhn

Mal wieder ist es aktuell zu lesen und zu hören: Das Oligopol der Stromerzeuger zockt seine Kunden ab, weil sie die Preissenkungen der Börse - immerhin 30 - 40% - nicht an diese Kunden weitergegeben haben.
Aber welch' Geistes Kind Die Grünen mittlerweile sind zeigt mal wieder ganz deutlich das dumme Geschwätz einer Bärbel Höhn in der Welt. Preissenkungen, die die Abzocker nicht an ihre Kunden weitergegeben haben, hätten diese Kunden erreicht, wennn sie denn gewechselt hätten. Muss ich so einen Schwachsinn verstehn? Das hat ja Sinn'sche Dimension. Der blubbert auch immer solche Mastdarmprodukte.

Sonntag, 1. August 2010

Ist der nur noch besoffen?

"Die soziale Marktwirtschaft hat es nicht leicht, vor allem dann nicht, wenn es konkret wird." so Brüderle, der Experte, im Handelsblatt.
Wenn man nur grob diese Scheiße auseinandernimmt, stellen sich drei Fragen: Was meint diese Nase mit "sozial"? Das, was Arbeit schafft, aber nicht die gerechten Löhne für die selbige?
Mit wem oder was hat sie's denn nicht leicht? Mit dem gierigen Arbeitnehmer, der mal wieder ein Lohnplus in der Tüte sehn will oder doch eher mit dieser Horde saublöder Politiker und Manager, die auch glauben, dass Konsum schlecht für die Konjunktur sei. Aber jetzt mal konkret ey: was will'n der damit uns sagen "...wenn es konkret wird."? Schaffen wir die Löhne jetzt gleich ganz ab, jeder bekommt einheitlich seine Einheitsrationen an Futter, Informationen und Religion? Barcode bei Geburt? Meint dieser Bruder (wessen Bruder eigentlich?), dass das Wenige, was sie von der wirklichen sozialen Marktwirtschaft bis heute übrig gelassen haben damit nicht mehr kompatibel sei?
Also übersetzen wir diesen Satz: "Die totale Ausbeutung und Kontrolle ist nicht leicht durchzusetznen, wenn es immer noch Widerstände gibt, im Besonderen dann, wenn es gilt, diese Ausbeutung und Kontrolle in Gesetze zu gießen."
Brüderle im Handelsblatt.

Samstag, 31. Juli 2010

Wollt ihr den totalen Krieg?

Oh Mann, der dolle Goebbels wär in Deutschland anno 2000 und folgende mit so einem Spruch richtig auf's Maul gefallen. Nicht, weil da die Mehrheit Anstoss dran genommen hätte, nein, die Mehrheit will keinen Krieg. Nicht, weil die Medien ihn zerissen hätten, nein die Medien schreiben das, was Werbung bringt. Nicht, das die Opposition was sagen würde, sie ist halt oppurtun. Nein, der Kerl wäre an der Lethargie des deutschen Volkes ( die scanner des bka laufen...) gescheitert. Das Arschloch hätte mit diesem Spruch statt irrem, frenetisch-fanatischem Jaaaaa!!!! ein was will'n der? schon wieder ne Wahl? Wo is'n mein Bier?" gehört. Und das wäre echt geil gewesen: Saufen statt Krieg. Ficken statt Krieg (auch du, Guido), abhängen vor der Kiste statt Krieg: es wäre alles besser gewesen, als dieser Kireg, als alle Kriege.
Aber, verflucht noch mal: wir haben keinen Krieg - die Afghanen, ja, die haben einen, einen, in den sich die unseren einmischen, weil wir das Saufen und ficken verlernt haben. Verlernt haben, denkenderweise durch die Welt zu gehn, verlernt haben, nein zu sagen zu den Dingen, die nicht in Ordnung sind; wie dieser Krieg. Nein zu sagen zu einigen zehntausend Euros mehr auf dem Konto durch diesen Krieg.
Aber wir haben einen Krieg: den, den sie gegen das eigene Volk führen. Es ist ein stiller Krieg; so führen sie ihn gern: still , aber effizient. Betäube deinen Gegner und dann schneid' ihm die Gurgel durch. Oder in der "gefühlten Demokratie": lass' ihn wählen, er glaubt schon dran. Oder, Gib ihm Brot, er wird dankbar sein...die Tafeln müssten in unserem Land ein Grund für brennende Autos sein. Aber nicht der Albrecht, weil er Umsatzeinbussen befürchtet, zündelt. Nein, die arme Sau, die das fressen muss, was ein Phaeton fahrender Schröder wegwirft.
Oh ja, es ist ein stiller Krieg hier in der BRD: er wird geführt an den Tafeln, an den Mülleimern,
an den Suppenküchen. Er wird geführt in den Kindergärten, den Grundschulen. Er wird geführt in den Familien, am Arbeitsplatz, in der Kneipe. Ein stiller, aber wirkungsvoller Krieg: alle sind bewaffnet mit falschen Informationen, Vorurteilen, Angst...und Ignoranz.
Eli, Eli, lama asabtani? Wäre ich christlich, wäre das wenigstens eine Frage.

der geht mir ziemlich unter die Haut..

Freitag, 30. Juli 2010

bundespraesident@bpra.bund.de

Sehr geehrter Herr Wulff,

ich kann und will nicht verstehen, wie Sie die öffentliche Nähe zu einer Person suchen und dies auch bewusst in den Medien darstellen,
dessen Reputation, gelinde gesagt, beschädigt ist. Maschmeyer und der AWD stehen seit Jahren in der öffentlichen Kritik, z. B. deshalb,
Finanzprodukte verkauft zu haben, die die Anleger in den Ruin führten.
Es mag sein, dass Herr Maschmeyer Ihr persönlicher Freund ist, aber es kann nicht sein, dass Sie dessen - wohlmöglich traurigerweise
legitimierten - Geschäftsgebaren mit dem höchsten Amt der Bundesrepublik verquicken indem Sie in Maschmeyers Privatgemächern nächtigen.
Ja, ich weiß, Sie haben mit meinen Steuergeldern für diese Unterkunft gezahlt.
Aber vielleicht sehe ich als einfacher Mensch hier nur etwas falsch; dann bin ich für Aufklärung sehr dankbar.


MfG

Rainer Thomas

Lesetipps

Vielleicht kennt der eine oder die andere die, aus meiner Sicht interessanten Bücher noch nicht:

1.) Jürg Jegge: Fit und fertig. Jegge, ein schweizer Jugendarbeiter legt hier ziemlich praxisnah dar, wie die Mechanismen des von ihn so bezeichneten "neoliberalem Fitnessprogramm",
namentlich Konkurrenz, Effizenz, Flexibilisierung und Privatisierung funktionieren und welch negative Auswirkungen sie haben.

2.) Ulrike Herrmann: Hurra, wir dürfen zahlen. die taz-redakteurin beschreibt in diesem Buch sehr anschaulich, wie die "Eliten" sich selbst arm und die Armen reich reden. Mit der Folge, dass die Mittelschicht sich mit der Oberschicht gegen das Prekariat verbünden will - mit fatalen Folgen.

2.) Jürgen Roth: Der Deutschland Clan. Etwas älter zwar, die aktualisierte Ausgabe jedoch deckt aber sehr deutlich die Verfilzung von Politik, Wirtschaft und Kapital auf.

Der Freund des Herrn Wulff




Der Wulff,



bekanntermaßen Präsident der Bundesrepublik Deutschland, verbringt seinen Urlaub in Mallorca, in der niedlichen Villa seines guten Freundes Maschmeyer. Jo, der Maschmeyer, früher Chef des AWD, jetzt macht er mit seinem Kumpel Rürup die "MaschmeyerRürup AG". Aber der Carsten hat ja viele gute Freunde: so finden sich der Gerhard und er auch echt geil, kommen sie doch beide aus dem niederen Sachsen:



Aber der Maschmeyer kann' s noch besser, wenn daran geht, Kohle zu scheffeln. Da kennt der nix:

Da nimmt er sich den Riester noch dazu. Ist ein ganz schlauer Junge, der Cartsen. Auch wenn sein AWD bekanntermaßen mit mehr als dubiosen Geschäften Geld gemacht hat. Siehe hier, oder hier oder auch diese homepage. Kurzum, das Netz ist voller Hinweise und Berichte über krumme Touren des Herrn Maschmeyer und die ihn umgebenden Politiker, aber das ficht den Bundespräsidenten nicht an.
Die Bundesversammlung hat wahrlich ihren Vertreter gewählt.

Donnerstag, 29. Juli 2010

dümmer geht immer

Gelle, Herr Queck und Herr Grünwald.
Natürlich, da hat einer der Aldi-Brüder den Löffel abgegeben und prompt findet sich auf SpOn ein Geschmiere, was Preisdumping und die Geiz-ist-geil Mentalität hochlobt.
Das vom Erzeuger bis hin zur Kassiererin an der Aldikasse alle unter zu niedrigen Preisen leiden scheint der Anne Seith egal zu sein. Hauptsache der Aldi-Clan macht über die Masse die Kohle.
Das die Tatsache, dass Läden wie Kik, Aldi, Penny wie Pilze aus dem Boden schießen ein Symptom für das Lohndumping hier in der BRD sein könnte, das kommt der Anne gar nicht in den Sinn.
Aber richtig dolle treibt's der Grünwald, wenn der HartzIV-ler und das Millionärssöhnchen sich um einen Aldi-PC balgen er was von "basisdemokratisch" faselt. Erstens hat die arme SGB2-Sau keine Geld für einen PC, auch nicht dem vom Discounter, und zweitens hat er keine Wahl. Aber sei's drum, Hauptsache was von demokratisch gesabert.
Und der Queck, ne der ist kein Geck, der ist ein ganz blöder Hund. Tut er doch gerade so, als bekäme der arbeitslose Papa einen Riesenständer wegen der wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich und der daraus folgenden "Geiz-ist-geil"-Einstellung.
Armut als Aphrodisiakum! Geht's noch blöder?

Mittwoch, 28. Juli 2010

trügerische Hoffnung

Spontan würde ich die 29% Zustimmung für die CDU/CSU ja mit offener Freude aufnehmen, wenn mir auch die FDP noch 5 Prozentpunke zu viel hat.
Wenn ich aber weiterlese, überkommt mich das kalte Grausen: Grüne bei 17%, SPD bei 28%! Die Agenda-Verbrecher könnten demnach wieder eine Politik betreiben, die ein Koch oder Westerwelle sich in dieser Form, dieser Reinkultur gar nicht trauen würden. Eine Politik, in der Menschen zu konsumierender Biomasse entwertet werden. Eine Politik, die durch das Schüren von Angst und Neid die Menschen gegeneinander aufwiegelt. Eine Politik, die nicht menschenverachtend ist, da sie Menschen nur in sich selbst und dem sie finanzierenden Kapital sieht. Eine Politik, die alles Schwache, Hilflose - Kinder, Alte, Kranke ganz offen als gesellschaftlichen Ballast ansieht.
Eine Politik, die auf Reichtumssteigerung und schmarotzende Antizipation an diesem Reichtum setzt.
Das ist das ganze, alleinige Parteiprogramm: ganz offen bei schwarz-gelb, ganz verlogen bei rot-grün.

Und der HartzIV-ler flog übers Kuckucksnest

Was schert das rot/grüne/gelbe/schwarze Gesindel die allgemeinen Menschenrechte der Vereinten Nationen, wenn es um die Durchsetzung ihrer geldwerten Eigeninteressen und die Interessen derer, die diese seelen- und charackterlosen Politikhuren gekauft haben geht.
Laut Artikel 26 Der Allgemeinen Erklärung Der Menschenrechte ist das Recht auf Bildung ein unumstößliches Menschenrecht - wenigstens außerhalb Deutschlands. Durch Schröders "Agenda" samt HartzIV Gesetzgebung scheint so manch ein Argemitarbeiter sich berechtigt zu fühlen, Menschenrechte mit Füßen treten zu dürfen.
Bildung ist für diese Kreaturen (an denen Milgram sicher seine wahre "Freude" hätte) im Land der Bildung einen Scheißdreck wert, wenn die Ernährung der arbeitslosen Eltern durch ihre Kinder eine gangbare Option darstellt.
Aber eindeutig faschistisch ist es, diejenigen, die auf ihre Rechte pochen, schlicht für psychisch krank erklären zu wollen. Diagnose querulatorische Persönlichkeitsstörung, weg damit in die Geschlossene und dann mit Isolation und Medikamenten das Rückgrat brechen; oh ja, da kennen sich die Deutschen aus mit. Und dann ab ins Praktikum .
Mein Gott, wie tief sitzen Neid, Misstrauen, ja Hass mittlerweile in dieser Gesellschaft schon.

Montag, 26. Juli 2010

Brüderle und das Verdienen

Der kennt sich aus, der Brüderle! Die Rente müsse erst einmal verdient werden ist ihm rektal entwischen. Jo, der muss es ja wissen hat der doch Zeit seines Lebens genug "verdient".
Irgendwann entschwindet dieser falsche Bruder beitragsfrei mit dem Höchstsatz von gut 9000€ in Pension und derweil fordert er die erneute Kopplung der Renten an die Lohnzuwächse. Genau! Weil dieses Anusgesicht weiß, dass die Löhne in Deutschland mittel- oder auch langfristig fallen, weil solche Schmarotzer wie seinesgleichen ein Herr von deutschen Wanderarbeitern haben möchten.

Scharf links neben der NPD

SpOn sieht mindestens 20% der CDU-Nichtwähler ihre rechte Hand der linken von Frank Schwerdt reichen.
Und Anführer dieses rechten Rudels wären Koch, Merz und Guttenberg. Und das alles, weil die Merkel Lafontaine den Rang abgelaufen hat; die CDU/FDP-Regierung gleichsam die SPD links überholt hat. OK, das ist angesichts der Führungsriege der (wer hat uns verraten?) Sozialdemokraten nicht sehr schwierig. Und welch' Geistes Kind dieser Blut und Boden Gott und Vaterland-Haufen sein soll, erzählt uns der Volmering von JU, wenn er was sabert von pro Atom, Krieg und "Lebensschutz" - Lebensschutz aber selbstverständlich nur für die Leistungsträger und wer das bzw. wer das nicht ist, weiß der Mißfelder , noch so ein Held vom gleichen Laden.
Aber vielleicht treffen sich dann alle Parteien bis auf Die Linke endlich dort, wo sie hin gehören: abseits jeglicher Solidarität und Menschlichkeit.

Samstag, 17. Juli 2010

Die Atombombe und das Internet

Da hat sich irgendein geiler Idiot mittels Trojaner in die Kinderzimmer von jugendlichen Mädchen eingeschlichen und versprach sich wohl einen Blick auf ein blutiges Tampon unterm Bett oder eine schmutzige, rosarote, mit Winnie Puuh verzierte Unterhose zu erhaschen. Arschloch. Ohne Frage. Man sollte ihm so in die Eier treten (ich glaub' nicht, dass das eine Frau war), dass er zeitlebens damit genug zu tun hat, seine eigene blutige Unterhose zu betrachten.
Arschloch aber auch deshalb, weil er andere Arschlöcher auf den Plan gerufen hat: Klaus Jansen, der Oberhansel des "Bund Deutscher Kriminalbeamter" fordert eine Ausweispflicht für Rechtsgeschäfte im Internet. Wer ein Buch kaufen , 20€ and die FDP überweisen, einen Kühlschrank bestellen oder die Muschi einer 14-jährigen sehen will, soll einen virtuellen Ausweis vorlegen. Dieser Narr: so verhindere ich den Kauf des Buches und des Kühlschranks, aber das eigentlich Illegale nicht. Als würde sich der Pädophile lautstark mit seinen Bedürfnissen zu Wort melden. Und diesen Unsinn mit der Gefahr eines atomaren Angriffs zu assoziieren zeigt mir, in welcher postanalen Phase der Herr Jansen iregndwie stecken geblieben sein muss.
Aber vielleicht gibt es ja auch Rettung für den Hansel: wenn Die Leyen ihm einen Trojaner installiert, der ihn zur Herzeige seines Winnie Puuh zwingt und die Leyen dann seine Unterhosen....nein, sieht nicht nach Rettung aus, zumindest nicht für unsereins.

Eine Woche Urlaub

...im tiefsten Bayern. Eine Woche ohne PC und Internet...hm; eine Woche ohne Arbeit, dafür gibt's bayerisches Bier...hmmm.
Bis denne.

Freitag, 16. Juli 2010

Intelligenz oder Bildung

Ist Intelligen das Gleiche wie Bildung? Nein, oder doch? Für Markwort scheinbar schon. Wenn der dolle Hund Sarrazin in diesem Interview Elemente seiner Rassenleere vorstellt und behauptet, die Deutschen seien durchschnittlich intelligenter als der Rest der Welt und Ausländer würden diese Gene zu 80% mit Dummheit versauen, glaubt der Chefschmierer des Focus ihn verteidigen zu müssen. Er setzt kurzerhand Intelligenz mit Bildung gleich um so Sarrazin zu unterstützen.
Oder aber: du nix verstehen gutt deutsch markwort, du nur bekommen 20% mit von deine eltern?

Nicht mein Napf

In Hamburg soll am Sonntag darüber entschieden werden, ob die Jungs und Mädels unabhängig von ihrer Herkunft statt vier sechs Jahre lang gemeinsam die Schule besuchen werden.
In vielen Ländern ist längeres gemeinsames Lernen eine Selbstverständlichkeit und das nicht deshalb, weil dort die dümmeren Pädagogen und Politiker sind. Sondern weil längeres gemeinsames Lernen bzw. nicht so frühzeitige Selektion und Trennung eben nicht die Begabteren ausbremst sondern eher den weniger Begabten und den Begabten aber weniger Begüterten eine größere Chance eröffnet, an einem sinnvollen und erträglichem Arbeitsleben teilzunehmen.
Nicht so in Deutschland: kaum diskutiert, sammelt ein beißwütiger Scheuerl eine ganze Horde ebensolcher um sich und nennt diese Rotte dann "Wir wollen lernen". Einem Verein, der die Nähe zum Springerkonzern schon auf seiner homepage offenbart und die FDP offiziell zu seinen Unterstützern zählt womit die politische Zielrichtung klar umschrieben ist.
Dem Geschrei dieser Truppe zufolge kommt es wegen 2 Jahre längerem gemeinsamen Lernes zu einem Ärztemangel oder gar zu einer "Kulturrevolution" wie der Philologenverband orakelt.
Es ist schon ein Irrsinn, mit welchen Scheinargumenten sie die Wahrheit verschleiern wollen. Die Wahrheit nämlich, dass, je weiter es die gesellschaftliche Leiter nach oben geht, die Näpfe zwar immer voller, aber auch seltener werden. Und dass es selbstredend Arbeiterkinder gibt, die minderbegabte bürgerliche Herkunftskinder abdrängen könnten von dem Weg zu diesen Näpfen.
Sie haben Angst; Angst davor, dass sie ihre dummen, elitären Tölpel nicht mehr problemlos an die Fressplätze des großen Geldes führen können, weil die Verkäuferin oder der Maurer auch schlaue Kinder haben.

Donnerstag, 15. Juli 2010

Verreckt doch, arme Brut!




Der schafft es, Sarrazin als harmlosen Vertreter des neoliberalen Irrsinns dastehen zu lassen:
Justus Haucap, ein Sozialdarwinist und sicherlich eine Bereicherung der Rassenlehre. In seinem kranken Hirn hat er sich ausgedacht, dass Patienten einen Teil ihrer Arztrechnungen selbst bezahlen sollen.
Dass soll sie davon abschrecken, überhaupt einen Arzt aufzusuchen (Verreck doch!) oder statt der komplizierten OP eines gebrochenen Beines die billigere Amputation vornehmen zu lassen (spätestens dann wirst du verrecken, weil du nicht mehr arbeiten kannst).
Natürlich! sozial gerecht soll es zugehn, wie immer, wenn diese Monstren ihr Maul aufmachen: Gutverdiener sollen stärker belastet werden. Jawoll, das glaub' ich Dir aufs Wort: weil nur die Gutbekommer, die "Leistungsträger", die "Elite" sich überhaupt Behandlungen leisten kann und der Pöbel langsam aber sicher verreckt. Das nenne ich ethnische Säuberung, ganz demokratisch!
Faschist!

Leben aus dem Mülleimer

Ist es das, was sie unter "Freiheit" verstehen? Die Freiheit zu hungern? Die Freiheit, angefressene und weggeworfene Bratwürste aus dem Mülleimer zu fischen um satt zu werden? Glaubt der Vizedrahtzieher der Unmenschlichkeit wirklich, dass diese Menschen zu faul zum arbeiten sind, so faul, dass sie lieber Müll fressen als einer Beschäftigung nach zu gehen?
Dieser Beitrag zeigt nicht nur die zunehmende Armut in der drittreichsten Nation der Welt, er zeigt vor allem, dass die Merkels, Leyens, Westerwelles entweder völlig blind und verblödet durch diese Welt rennen oder aber, und das glaube ich, sie sehen diese Armut sehr wohl. Und sie schüren diese Armut, genauso wie sie die Arbeitslosigkeit schüren: mit nichts kann der Druck auf Löhne und Arbeitnehmer geschickter erzeugt und erhöht werden. Mit nichts lässt sich die Spaltung und Entsolidarisierung der Menschen untereinander besser vorantreiben als mit der Angst vor Arbeitslosigkeit und der beinahe zwangsläufigen Armut dadurch.
Wenn sie diese Zustände also gewollt hinnehmen, so sind die Sloterdijks und Sarrzins nichts anderes als der sprachliche Auswurf einer pervertierten und zynischen Politik.

Jauche

Jauch in der ARD

Ich bin entsetzt, schokiert und auch sehr verärgert darüber, dass die ARD, bekanntermaßen öffentlich-rechtlich und gebührenfinanziert, Günther Jauch bis 2014 für die Moderation einer (Polit)-Show verpflichtet hat. Zum einen ist diese Talkshow mit einen Preis von 4487€ pro Sendeminute (Gesamtkosten bis 2014: 31,5 Millionen Euro) bei weitem teurer als die Sendung von Anne Will (3164€ pro Minute) und damit die teuerste Show, die sich der Öffentliche Rundfunk je geleistet hat. Da aber der Rundfunkrat von "Kostenneutralität" für die Gebührenzahler spricht, wird an Einsparungen am Gemeinschaftsprogramm gedacht um diese Mehrkosten zu decken. Bekommen nun "Monitor" oder "Weltspiegel" zu Gunsten Jauchs und seiner Produktionsfirma Sendeminuten gestrichen?
Bedeutender aber finde ich, das Günther Jauch über RTL weiterhin seinem eigentlichen Arbeitgeber, nämlich der Bertelsmann AG verpflichtet ist.
Die Bertelsmann AG übt über die arbeitgebernahe und äußerst marktliberale Bertelsmann Stiftung massiven politischen Einfluß aus. So ist sie z. B. maßgeblich an der Konzeption der sog. "Agenda 2010" und damit auch der Hartz-Gesetzgebung beteiligt gewesen. Desweiteren spricht sich diese Stiftung für Privatisierungen existentieller Bereiche der Lebensfürsorge wie Renten- und Krankenversicherungen aus.
Diese Positionen wird Herr Jauch mehr oder minder direkt in seiner Show vertreten müssen, sei es nur dadurch, dass er verstärkt den Vertretern dieser Politik (Sinn, Riester, Bosbach u. a.) eine - gebührenfinanzierte - Plattform bietet. Unabhängig, wie man zu diesen politischen Inhalten steht, widerspricht es dem Auftrag der ARD, wenn hier einseitig Meinungsbildung betrieben wird.
Diese Verpflichtung Jauchs mit höheren Einschaltquoten zu begründen ist recht dreist: die ARD erhielt 2009 rund 5,5 Milliarden Euro Rundfunkgebühren auch dafür, dass sie quotenunabhängig sein kann und soll.
Letztendlich wird durch die Verpflichtung Günther Jauchs nicht nur die politische Einflussnahme der Bertelsmann AG über die Rundfunkgebühren mitfinanziert, sondern es droht auch die Gefahr, dass die, durch die Inhalte der privaten Sender zunehmende mediale Verdummung in den öffentlich-rechtlichen zunehmend Fuss fassen kann.